Politik

Land setzt Flüge ausDrohne trifft Flughafen in Kuwait - ein Toter

03.06.2026, 11:29 Uhr
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Der internationale Flughafen von Kuwait wurde im Verlauf des Iran-Krieges bereits mehrfach angegriffen. (Archivbild) (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Im Nahen Osten überziehen sich die USA und der Iran mit gegenseitigen Angriffen. Dabei trifft eine iranische Drohne das Passagierterminal eines Flughafens in Kuwait - ein Mensch stirbt, mehrere weitere werden verletzt. Nun rechtfertigt Teheran den Angriff in dem Golfstaat.

Bei dem jüngsten iranischen Drohnenangriff auf Kuwait sind am Flughafen der Hauptstadt ein Mensch getötet und mehrere verletzt worden. Das teilten das Außen- sowie das Verteidigungsministerium des Golfstaats mit. Die Armee des Landes erklärte bei X, mehrere "feindliche" Drohnen hätten "im Rahmen einer iranischen Aggression" das Passagierterminal T1 des Flughafens getroffen. Es habe "erhebliche materielle Schäden" gegeben.

Auch das kuwaitische Verteidigungsministerium sprach von Schäden nach einer "kriminellen iranischen Aggression". Wie viele Menschen verletzt wurden, ist nicht bekannt. Die Verletzten seien medizinisch versorgt worden, erklärte es in Onlinediensten. Zudem seien die Streitkräfte bereit, "jegliche Schritte" zu unternehmen, um die Sicherheit und Stabilität des kleinen Landes am Persischen Golf zu schützen.

Der Flugverkehr wurde vorerst ausgesetzt, wie die amtliche kuwaitische Nachrichtenagentur Kuna meldete. In der Nacht habe es zweimal Sirenenalarm gegeben. Flüge seien in Richtung anderer Flughäfen umgeleitet worden.

US-Militär verteidigte Stützpunkte in Kuwait

Das für die Golfregion zuständige US-Regionalkommando Centcom hatte zuvor angegeben, der Iran habe in der Nacht zum Mittwoch unter anderem Kuwait angegriffen. Das US-Militär wehrte nach eigenen Angaben eine "Welle iranischer Drohnen" ab, die demnach Einrichtungen des US-Militärs im Land zum Ziel hatten. Auch iranische Ziele nahm das US-Militär ins Visier, darunter ein iranischer Öltanker in der Straße von Hormus sowie ein Telekommunikationsturm auf der Insel Qeschm.

Das Außenministerium in Teheran verurteilte die US-Angriffe. Sie verletzten die vereinbarte Waffenruhe und internationales Recht, so das Ministerium. Zudem trügen Kuwait und Bahrain eine "direkte und klare Verantwortung", da deren Territorium und Einrichtungen zur Unterstützung der US-Militäroperationen genutzt worden seien. Teheran behalte sich das Recht auf Selbstverteidigung vor und werde mit allen verfügbaren Mitteln reagieren. Dazu gehöre auch, die Ausgangspunkte künftiger Angriffe ins Visier zu nehmen.

Der internationale Flughafen von Kuwait war im Verlauf des Iran-Krieges mehrfach angegriffen worden. Erst am Montag hatte er den Betrieb vollständig wieder aufgenommen. Die USA und Israel hatten Ende Februar mit Luftangriffen auf die Islamische Republik den Iran-Krieg begonnen. Teheran reagierte mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region.

Quelle: ntv.de, nbr/AFP/rts/dpa

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