Riga bestätigt MedienberichteEine Spur im Leipziger Drohnenfall führt ganz sicher nach Russland

Nach dem Fund einer sprengstoffbeladenen Drohne am Flughafen Leipzig/Halle dauern die Ermittlungen an. In den Prozess involviert sind auch die lettischen Sicherheitsbehörden. Diese teilen nun ihre Kenntnisse über einen der beiden Tatverdächtigen.
Nach Medienberichten zu zwei Tatverdächtigen des versuchten Drohnenanschlags am Flughafen Leipzig/Halle haben sich die Sicherheitsbehörden in Lettland geäußert. Nach vorliegenden Informationen habe ein lettischer Staatsbürger, der in dem Zusammenhang verdächtigt werde, seit mehreren Jahren seinen dauerhaften Wohnsitz in Russland gehabt, teilte die Sicherheitspolizei in Riga der Nachrichtenagentur Leta mit.
Auch bestätigte die Behörde, dass sie mit den deutschen Ermittlern kooperiere und Unterstützung leiste. Mehrere deutsche Medien hatten am Mittwoch berichtet, dass die Ermittler zwei Tatverdächtige im Visier haben. Die Bundesanwaltschaft hat sich dazu bislang nicht geäußert. Nach Informationen von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" soll einer von beiden neben einem lettischen auch einen russischen Pass besitzen.
In der Nacht zum 5. August war auf dem Gelände des Flughafens in Leipzig eine Drohne mit professionellem Sprengstoff und Zünder gefunden worden. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Bundesregierung hat Russland für den Angriff verantwortlich gemacht. Moskau bestreitet dies.