Politik

Selbstmordanschlag in Mali Erste verletzte Soldaten wieder in Deutschland

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Mit einem Flugzeug vom Typ A400M sind die Soldaten auf dem Rückweg nach Deutschland.

(Foto: picture alliance / Daniel Kubirski)

Bei einem Anschlag in Mali werden auch zwölf deutsche UN-Soldaten verletzt, drei von ihnen schwer. Eine Maschine der Luftwaffe bringt nun die ersten Opfer zurück nach Deutschland. In Koblenz sollen die Blauhelme weiter behandelt werden.

Die ersten der zwölf Bundeswehr-Soldaten, die bei einem Selbstmordattentat im westafrikanischen Mali verletzt wurden, sind zurück in Deutschland. Der Evakuierungsflug einer Maschine vom Typ A400M landete nach Angaben der Luftwaffe am Samstagnachmittag in Köln. Von dort aus startete inzwischen ein zweiter Airbus, der die anderen verletzten Soldaten aus Mali zurückzubringen soll.

An Bord waren die drei schwer verletzten deutschen Blauhelm-Soldaten und jene, die liegend transportiert werden müssen. Sie sollen ins Bundeswehr-Zentralkrankenhaus nach Koblenz gebracht werden. Nach Angaben des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr ist mittlerweile auch der dritte schwer verletzte Soldat in einem stabilen Zustand. Der Mann sei operiert worden, hieß es.

Der zweite Airbus fliegt nach dpa-Informationen nach Niamey, die Hauptstadt von Niger. Dort betreibt die Bundeswehr einen Luftwaffentransportstützpunkt, einschließlich Verwundetenversorgung für den Mali-Einsatz. Diese Maschine soll die anderen Verwundeten nach Stuttgart fliegen. Von dort aus sollen sie zur weiteren medizinischen Behandlung ins Bundeswehr-Krankenhaus nach Ulm kommen.

Rund 180 Kilometer nordöstlich von Gao waren am Freitag zwölf deutsche Soldaten bei einem Selbstmordanschlag verletzt worden, drei von ihnen schwer. Die Soldaten waren Teil eines Kontingents des Blauhelmeinsatzes Minusma. Deutschland beteiligt sich mit bis zu 1700 Bundeswehrsoldaten an Ausbildungs- und Stabilisierungsmissionen der EU und der UNO in Mali.

Die politische Situation in Mali ist seit 2012 von zunehmender Instabilität geprägt. Die meist islamistisch motivierte Gewalt hat in den vergangenen Jahren auch die benachbarten Länder in der Sahel-Zone erreicht. Tausende Soldaten und Zivilisten wurden in der Krisenregion getötet, Hunderttausende mussten aus ihrer Heimat fliehen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa/AFP

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