Politik

Begegnungen über der Ostsee F-16 nähert sich russischem Regierungsjet

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Russischer Kampfjet vom Typ SU-27

(Foto: REUTERS)

Gleich zwei Mal kommen sich über der Ostsee russische und amerikanische Militärmaschinen gefährlich nahe. Ein F-16-Kampfjet bringt die Maschine des russischen Verteidigungsministers in Bedrängnis. Ein russischer Jet zeigt sein Waffenarsenal.

Im Luftraum über der Ostsee ist es offenbar zu Zwischenfällen gekommen: Ein Nato-Kampfflugzeug vom Typ F-16 sei einer Maschine mit dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu gefährlich nahe gekommen, meldeten mehrere russische Nachrichtenagenturen übereinstimmend.

Einer der russischen Militärjets, die das Regierungsflugzeug begleiteten, sei daraufhin zwischen die beiden Maschinen geflogen und habe die Nato-Maschine abgedrängt. Dabei habe der Pilot der Suchoi-27 mit den Tragflächen gewackelt, um die Waffen zu zeigen, mit denen die Maschine bestückt gewesen sei. Die F-16 habe sich genähert, obwohl sich das Flugzeug mit dem Minister über neutralem Gewässer befunden habe, berichteten die Agenturen weiter. Schoigu sei auf dem Weg in die russische Exklave Kaliningrad gewesen.

Bei einem weiteren Zwischenfall sind sich ein russisches Kampfflugzeug und ein Aufklärungsflugzeug der USA über der Ostsee gefährlich nahe gekommen. Die beiden Jets hätten nur noch etwa 1,50 Meter Abstand voneinander gehabt, berichtet CNN. Das russische Kampfflugzeug vom Typ SU-27 sei bewaffnet gewesen und habe sich dem US-Aufklärungsflugzeug vom Typ RC-135 auf eine Weise genähert, die als sehr unsicher eingestuft wurde, hieß es aus dem US-Verteidigungsministerium.

Moskau gibt Amerikanern die Schuld

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte ebenfalls den Vorfall und gab dem US-Piloten die Schuld. Er habe sich provokativ verhalten und in Richtung des russischen Jets geschwenkt. Zuvor sei der US-Jet in Richtung der russischen Grenze geflogen. Zehn Minuten später sei ein zweiter US-Aufklärungsflieger abgefangen und begleitet worden.

Das US-Verteidigungsministerium betonte, der US-Jet habe sich im internationalen Luftraum befunden. "Der Pilot hat nichts unternommen, was einen Vorfall hätte bewirken können", sagte eine Pentagon-Sprecherin.

Ein Pentagon-Sprecher sagte CNN, es habe seit Anfang Juni mehr als 30 Begegnungen zwischen US-Luftwaffe und russischen Militärmaschinen über der Ostsee gegeben. Die allermeisten davon seien jedoch sicher und professionell verlaufen, hieß es.

Quelle: ntv.de, bdk

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