Politik

Anschlag in Moers Flüchtlingsheim mit Hakenkreuz beschmiert

Hakenkreuze und fremdenfeindliche Parolen sprühen Unbekannte an die Wände eines bezugsfertigen Flüchtlingsheims am Niederrhein. Die Bewohner von Moers sind entrüstet. Mit Fremdenhass wollen sie nichts zu tun haben.

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(Foto: dpa)

Unbekannte haben im niederrheinischen Moers Hassparolen und Hakenkreuze an die Wände einer geplanten Flüchtlingsunterkunft geschmiert. Das teilte die Polizei in Duisburg mit. Die Rechtsschutzabteilung habe die Ermittlungen übernommen, sagte ein Sprecher. Nach seinen Angaben hatte die Stadt das frühere Hotel angemietet. Demnächst sollen dort Flüchtlinge untergebracht werden.

Die Tat sei am Dienstagvormittag von einer Anwohnerin gemeldet worden. Weitere Beschädigungen habe es nicht gegeben. Hinweise auf die Täter gebe es nicht. Der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer zeigt sich von dem Vorfall betroffen und bangt um das Ansehen seiner Stadt: "So etwas schadet natürlich. Nach meiner Wahrnehmung gibt es in Moers aber anders als in anderen Städten keinen Nährboden für Rechtsextremisten", sagte der RP-Online.

Weiterhin findet er deutliche Worte in Richtung der Täter: "Idioten, die meinen, die Gelegenheit nutzen zu müssen, um auf irgendeinen Zug zu springen, gibt es leider überall." Die aufgesprühten Worte an der Seitenfassade des ehemaligen Hotels zeugen nicht gerade von überdurchschnittlichem Intellekt: "Asysanten raus!" Dahinter prangt ein Hakenkreuz an der weißen Wand. Wenige Schritte weiter sind die Worte "Go home" zu lesen, ebenfalls mit einem Hakenkreuz versehen.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Stadt Moers Schreiben verschickt, in denen die Anwohner über den bevorstehenden Einzug einer Gruppe von Flüchtlingen in das ehemalige Hotel informiert wurden.

Quelle: n-tv.de, ppo/dpa

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