Politik

"Anschlag auf Leib und Leben" Flüchtlingsunterkunft in Thüringen brennt

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Erst am Samstag brannte eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Bischhagen in Thüringen.

(Foto: dpa)

In einer Notunterkunft für Flüchtlinge im thüringischen Friemar bricht am frühen Morgen ein Feuer aus. Die Polizei geht von Brandstiftung aus - verletzt wird zum Glück niemand.

Das Feuer in einer Notunterkunft für Flüchtlinge im thüringischen Friemar geht nach Einschätzung der Polizei auf Brandstiftung zurück. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund könne nicht ausgeschlossen werden, erklärte eine Polizeisprecherin in Gotha. Nach ihren Angaben brach das Feuer am frühen Morgen an mobilen Toiletten aus, die an einer Turnhalle aufgestellt waren.

Die Flammen griffen auf die Fassade des Gebäudes über, in dem zehn Asylbewerber untergebracht waren. Sie seien unverletzt geblieben, erklärte die Polizei. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow reagierte entsetzt. "Das war eine Brandstiftung an einem bewohnten Gebäude und damit ein Anschlag auf Leib und Leben von Menschen, die in Thüringen Schutz suchen", erklärte der Linke-Politiker via Twitter.

Ramelow sprach von einem Anschlag auf die Grundwerte. Gewalt und Hetze dürften keinen Platz in Thüringen haben. Die Feuerwehr habe abermals Schlimmeres verhindert. Es werde nun alles getan, um den Fall aufzuklären.

Gestern hatte es in Thüringen in einem für die Unterbringung von Flüchtlingen geplanten Haus bereits gebrannt. Das Haus in Bischhagen im Eichsfeld ist unbewohnbar. Die Ursache hier ist noch unklar. Die Polizei schloss einen technischen Defekt nicht aus.

Quelle: ntv.de, jgu/dpa