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"Militärisches Ziel"Flughafen von Riad öffnet wieder - Saudi-Arabien fängt Huthi-Rakete ab

25.10.2026, 10:13 Uhr
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Bei dem Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad waren am 10. Oktober mehr als 300 Menschen verletzt worden. (Foto: picture alliance/dpa/UGC via AP)

Fast täglich greift die proiranische Huthi-Miliz derzeit Saudi-Arabien an. Bei einer Attacke auf den internationalen Flughafen von Riad waren am 10. Oktober 13 Menschen getötet worden. Dort startet am Morgen wieder eine Maschine - doch die nächste Warnung lässt nicht lange auf sich warten.

Nach einer zweiwöchigen Schließung wegen Angriffen der proiranischen Huthi-Miliz im Jemen ist der internationale Flughafen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad wieder geöffnet. Der Flugbetrieb werde am heutigen Sonntag wieder aufgenommen, teilte der Flughafen mit. Auf der Monitoring-Website Flight Radar war zu sehen, dass am frühen Morgen eine Maschine startete.

Die Huthi-Miliz warnte zugleich vor erneuten Angriffen auf den Flughafen. "Die jemenitischen Streitkräfte warnen alle internationalen, regionalen und lokalen Fluggesellschaften, ebenso wie das Personal und die Reisenden, vor der Nutzung des King-Chalid-Flughafens in Riad, da er unsicher ist und als militärisches Ziel für unsere Streitkräfte dient", erklärte Huthi-Militärsprecher Jahja Saree.

Am frühen Sonntagmorgen waren in Riad drei Explosionen zu hören, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Bewohner der saudi-arabischen Hauptstadt erhielten Warnmeldungen wegen einer "feindlichen Bedrohung aus der Luft", in denen sie aufgefordert wurden, Schutzräume aufzusuchen.

Huthi greifen Saudi-Arabien regelmäßig an

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition im Jemen erklärte derweil, sie habe eine ballistische Rakete der Huthis in Richtung Riad sowie zwei Drohnen im Gebiet der Hauptstadt abgeschossen. Zuvor hatte die proiranische Miliz mitgeteilt, sie habe in den vergangenen 24 Stunden drei saudi-arabische Flughäfen - darunter den in Riad - sowie Energieanlagen, eine Pipeline und einen Luftwaffenstützpunkt ins Visier genommen.

Saudi-Arabien ist seit Monatsbeginn fast täglich Angriffen der jemenitischen Huthi-Miliz mit Raketen und Drohnen ausgesetzt. Bei einem Angriff auf den internationalen Flughafen von Riad waren am 10. Oktober 13 Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Mit den US-israelischen Angriffen auf den Iran Ende Februar ist auch der Konflikt zwischen den proiranischen Huthis und der jemenitischen Regierung wieder eskaliert. Saudi-Arabien führt seit mehr als einem Jahrzehnt eine Militärkoalition an, die die international anerkannte Regierung des Jemen im Kampf gegen die vom Iran finanzierten Huthis unterstützt.

Unterdessen haben die iranischen Revolutionsgarden einem Bericht zufolge kurdische Stellungen im Nachbarland Irak attackiert. Der Angriff mit Kampfdrohnen sei auf ein Hauptquartier der Komala-Partei in der teilautonomen Region Kurdistan im Nordirak erfolgt, berichtete die regierungsnahe iranische Nachrichtenagentur Mehr. Berichte über Opfer lagen bislang nicht vor. Seit dem Beginn des Iran-Krieges im Februar haben die iranischen Streitkräfte die autonome Kurdenregion im Nordirak mehrfach beschossen.

Quelle: ntv.de, are/AFP/dpa

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