Politik

"Hohes Sicherheitsrisiko" Flugzeuge machen Bogen um Ukraine

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Schon seit dem Wochenende fliegen viele Airlines die Ukraine nicht mehr an.

(Foto: picture alliance/dpa/Flightradar24.com via AP)

Der Angriff Russlands auf die Ukraine hat auch Auswirkungen auf den Flugverkehr: Bereits seit Tagen fliegen Airlines Ziele in dem Land nicht mehr an. Seit Mitternacht ist der Luftraum über dem Kriegsgebiet gesperrt, mittlerweile haben weitere Nachbarländer nachgezogen.

Die Ukraine wird von fast allen Seiten von Russland attackiert. Der Angriff wirkt sich auch auf den internationalen Luftverkehr aus. Bereits kurz nach Mitternacht sei "wegen des hohen Sicherheitsrisikos" der Luftraum geschlossen und der Flugverkehr eingestellt worden, teilte das ukrainische Infrastrukturministerium am frühen Morgen in Kiew mit.

Auf der Tracking-Seite "Flightradar24" zeigte sich eindrucksvoll, was das bedeutet. Viele Flugzeuge machen einen großen Bogen über den Luftraum der Ukraine. Weltweit wollten das jedoch so viele Menschen verfolgen, dass der Tracking-Dienst Probleme mit dem Ansturm bekommen habe, teilten die Betreiber auf Twitter mit. Der Andrang sei bis zu 20-mal höher als normal gewesen, hieß es. Das sei für die Webseite nur schwer zu bewältigen.

Bereits seit Tagen wurde der Luftraum über der Ukraine gemieden. Am heutigen Donnerstag stellte der ungarische Billigflieger Wizz Air als eine der letzten Airlines den Flugverkehr mit der Ukraine ein. Die Lufthansa hatte wie die meisten anderen Gesellschaften die Flüge am vergangenen Wochenende eingestellt.

Dazu rief auch die britische Regierung auf. "Nach den furchtbaren Ereignissen in der Nacht habe ich die Luftfahrtbehörde angewiesen, dafür zu sorgen, dass Airlines den ukrainischen Luftraum umgehen, um die Sicherheit von Passagieren und Crews zu gewährleisten", schrieb der britische Verkehrsminister Grant Shapps auf Twitter.

2014 kam es zum Absturz einer Zivilmaschine

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Mehrere Nachbarländer der Ukraine haben ihren Luftraum mindestens zum Teil für die zivile Luftfahrt gesperrt. Das gilt auch für die Republik Moldau. "Die Flüge werden auf andere Flughäfen umgeleitet", erklärte Vize-Regierungschef Andrej Spinu auf Telegram. Er begründete die Entscheidung mit "der Situation in der Region". Auch das Verteidigungsministerium von Belarus teilte mit, der Luftraum über dem Grenzgebiet zur Ukraine sei für die zivile Luftfahrt gesperrt worden.

Für die zivile Luftfahrt hatte der Konflikt zwischen der Ukraine und Russland bereits im Juli 2014 tödliche Folgen. In der Ostukraine kam es damals zum Abschuss des Malaysia-Airlines-Fluges MH17. Insgesamt kamen dabei 298 Menschen ums Leben. Nach Ansicht von niederländischen Ermittlungsbehörden waren damals pro-russische Rebellen für den Abschuss des Zivilflugzeugs verantwortlich.

Quelle: ntv.de, ses/AFP/rts/dpa

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