Politik

Vorbereitung läuft angeblich Frankreich will Islamisten ausweisen

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Frankreich will auch gegen islamistische Vereine vorgehen.

(Foto: imago images/Hans Lucas)

Nach dem Mord an einem Lehrer in Paris spricht Frankreichs Präsident von einem "islamistischen Terroranschlag". Als Reaktion auf die Tat sollen nun offenbar viele muslimische Extremisten das Land verlassen.

Frankreich bereitet nach dem tödlichen Angriff auf einen Lehrer Insidern zufolge die Ausweisung von 231 mutmaßlichen Extremisten vor. Innenminister Gerald Darmanin habe die örtlichen Behörden darum gebeten, die Ausweisungen anzuordnen, hieß es am Sonntag aus Polizeigewerkschaftskreisen.

Von den 231 Personen seien 180 im Gefängnis, 51 sollten in den nächsten Stunden festgenommen werden. Vom Innenministerium war zunächst keine Bestätigung zu bekommen. Der Radiosender Europe 1 hatte zuvor über die geplanten Ausweisungen berichtet.

Ein 18-Jähriger hatte am Freitagabend in Conflans-Sainte-Honorine, einem Vorort von Paris, den Geschichtslehrer Samuel Paty auf offener Straße mit einem Messer enthauptet. Wenig später wurde er von Polizisten erschossen. Paty hatte seinen Schülern im Staatsbürgerunterricht über Meinungsfreiheit Mohammed-Karikaturen gezeigt. Einige Muslime werten jede Abbildung ihres Propheten als Gotteslästerung.

Im Umfeld des Täters gab es bis Sonntag elf Festnahmen, darunter waren auch enge Familienmitglieder des gebürtigen Tschetschenen. Auch der Vater einer Schülerin Patys, der gegen den Lehrer gehetzt hatte, wurde in Gewahrsam genommen.

Quelle: ntv.de, ino/rts