Politik

Die Blauen sind gescheitert Frauke Petry schwört der Politik ab

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Das Scheitern ihrer neuen Partei bedeutet für Frauke Petry mittelfristig auch ihr persönliches Karriereende.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Bruch mit der AfD will deren Ex-Chefin mit der Blauen Partei eine eigene Alternative anbieten. Doch Frauke Petrys neues Projekt scheitert bei Wahlen krachend. Daraus folgt nun die Konsequenz: Die Blaue Partei wird aufgelöst. Auch Petrys persönliche Polit-Karriere steht damit vor dem Ende.

Nach Wahlschlappen in Sachsen und Thüringen will sich die Blaue Partei der früheren AfD-Chefin Frauke Petry bis Jahresende auflösen. "Unser freiheitlich-konservatives Politikangebot ist sowohl in Sachsen als auch in Thüringen vom Wähler klar abgelehnt worden. Es ist daher konsequent, wenn auch schmerzlich, unser Projekt an dieser Stelle zu beenden", erklärte Petry in Dresden. Die Auflösung der Partei sei am Wochenende auf einem Parteitag in Döben bei Grimma beschlossen worden.

Für sie persönlich ergebe sich daraus mittelfristig der Abschied aus der aktiven Politik, betonte Petry. "Ich hoffe und wünsche mir, dass zukünftig andere Persönlichkeiten ein Politikangebot schaffen, das die klare Abgrenzung nicht nur zu linken sondern auch zu rechten Sozialisten findet." Nötig seien bürgerliche Führungsfiguren, "die den Mut finden, ihre eigene Reputation im öffentlichen Diskurs aufs Spiel zu setzen: Man muss nicht wie Trump sein, aber man sollte keine Angst vor Kratzern im sogenannten bürgerlichen Lack haben, wenn man diesem Land den freiheitlichen Ruck versetzen möchte, den es so dringend braucht."

Petry, die auch Partei- und Fraktionschefin bei der AfD in Sachsen war, hatte ihrer Partei unmittelbar nach der Bundestagswahl 2017 den Rücken gekehrt und später die Blaue Partei gegründet. Bei der Wahl in Sachsen am 1. September bekamen die "Blauen" nur 0,4 Prozent der Zweitstimmen, in Thüringen waren es 0,1 Prozent. Laut "Bild" will Petry ihr Bundestagsmandat bis 2021 behalten: "Danach war es das für mich. Ich werde da konsequent sein."

Quelle: n-tv.de, mra/dpa