RTL/ntv-TrendbarometerFür Merz und Union deutet sich Hoffnungsschimmer an
Nach Wochen der Stagnation und Abwärtstrends geht es für Kanzler Merz und seine Union im RTL/ntv-Trendbarometer wieder leicht bergauf. Durchgeführt wurde die Umfrage allerdings vor der Wahl in Baden-Württemberg, die ein Rückschlag für die CDU war.
Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat die Union eine Schlappe gegen die Grünen eingefahren. Im Trendbarometer von RTL und ntv deutet sich hingegen ein leichter Hoffnungsschimmer für die CDU/CSU und Kanzler Friedrich Merz an. Bei der Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa legt die Union bei der politischen Kompetenz im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt zu und kommt nun auf 19 Prozent. Die Zufriedenheit mit Merz' Arbeit steigt ebenfalls um einen Punkt auf 25 Prozent.
Besonders zufrieden mit der Leistung des Kanzlers sind die Unionsanhänger mit 65 Prozent, gefolgt von jenen der SPD mit 29 Prozent. Größere Skepsis gegenüber Merz herrscht bei Wählern der Grünen (18 Prozent), der Linken (4 Prozent) sowie der AfD (3 Prozent). Ob und inwieweit das Wahlergebnis in Baden-Württemberg sich auf die politische Stimmung auswirkt, lässt sich in der kommenden Woche genauer absehen. Die Umfrage wurde zwischen dem 3. und 9. März und damit vor der Landtagswahl durchgeführt.
Die Parteipräferenzen haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Würde der Bundestag in dieser Woche gewählt, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: CDU/CSU: 26 Prozent (Bundestagswahl am 23.2.2025: 28,5 Prozent); AfD: 24 Prozent (20,8 Prozent); SPD: 14 Prozent (16,4 Prozent), Grüne: 12 Prozent (11,6 Prozent); Linke: 11 Prozent (8,8 Prozent); FDP: 3 Prozent (4,3 Prozent), BSW: 3 Prozent (4,981 Prozent), Sonstige: 7 Prozent (4,6 Prozent).
Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 25 Prozent weiter über dem Anteil der Nichtwähler bei der vergangenen Bundestagswahl (17,9 Prozent).
Bei der Frage nach der politischen Kompetenz lässt sich nicht nur bei der CDU/CSU, sondern auch beim Koalitionspartner SPD ein leichter Aufwärtstrend erkennen. Die Sozialdemokraten gewinnen ebenfalls einen Punkt hinzu und landen bei 7 Prozent. Bei den anderen Parteien gibt es keine Veränderung. 11 Prozent trauen aktuell der AfD, 6 Prozent den Grünen und 5 Prozent der Linkspartei die Lösung der Probleme in Deutschland zu. Die Hälfte der Wahlberechtigten (50 Prozent) traut keiner Partei politische Kompetenz zu.
Deutlich verschlechtert haben sich im Zuge des Kriegsausbruchs im Nahen Osten und den damit verbundenen Preissteigerungen die Wirtschaftserwartungen. So rechnen in dieser Woche nur noch 17 Prozent der Deutschen (minus 5 Prozentpunkte) mit einer Verbesserung, aber 60 Prozent (plus 6 Prozentpunkte) mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland. 21 Prozent erwarten keine Veränderung der wirtschaftlichen Lage.
In der Woche nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran war der Krieg im Nahen Osten für die Deutschen auch das wichtigste Thema (60 Prozent). Dahinter folgt - mit steigender Tendenz - die allgemeine wirtschaftliche Lage (36 Prozent). Alle anderen Themen - auch der Krieg in der Ukraine (15 Prozent), die innenpolitische Situation in den USA (14 Prozent) oder die Arbeit der Bundesregierung (13 Prozent) - folgen in dieser Woche erst mit großem Abstand. Die Landtagswahl in Baden-Württemberg war in der vergangenen Woche für 8 Prozent, am gestrigen Montag allerdings für 35 Prozent das wichtigste Thema.
Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 3. und 9. März erhoben. Datenbasis: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.
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