Politik

Reichweite zu gering Pentagon: Krim-Angriff ohne Waffen aus USA

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Bei dem vermuteten Angriff sollen schätzungsweise acht Kampfjets zerstört worden sein.

(Foto: via REUTERS)

Mehrere Explosionen auf dem Gelände der russischen Militärbasis Saki zerstören nicht nur Kampfjets, sondern auch Munition. Zwar spricht Russland von einem Unfall, doch alle Indizien sprechen für einen Angriff der Ukraine. Mit US-Waffen sei dieser aber nicht ausgeführt worden, heißt es aus dem Pentagon.

Die Explosionen auf der Militärbasis Saki sind nach Angaben des US-Verteidigungsministeriums nicht durch US-Waffen ausgelöst worden. Die Vereinigten Staaten hätten der Ukraine "nichts geliefert, das es ihr ermöglichen würde, die Krim anzugreifen", sagte ein hoher Beamter des Pentagons vor Reportern. Sein Ministerium habe keine Informationen darüber, ob hinter den Explosionen Raketenangriffe oder ein Sabotageakt steckte.

Am Dienstag hatten sich mehrere Explosionen auf der russischen Luftwaffenbasis ereignet. Dabei wurden schätzungsweise acht Flugzeuge und eine erhebliche Menge Munition zerstört. Bisher hat sich niemand zu dem Vorfall bekannt. Die Basis Saki liegt auf der von Russland annektierten Krim-Halbinsel und hat eine zentrale Bedeutung für den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Die USA haben der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs umfangreiche Waffenlieferungen zukommen lassen. Allerdings sind darunter keine Systeme, die Angriffe aus ukrainischem Gebiet bis weit in russisch besetztes Gebiet ermöglichen würden. Dem Beamten des Pentagon zufolge hatten die Explosionen "ziemlich bedeutende Auswirkungen" auf Einsätze der russischen Luftwaffe.

Nach Angaben des britischen Militärgeheimdienstes wurde Saki überwiegend als Basis für die Flugzeuge der russischen Schwarzmeerflotte genutzt. Die Fähigkeit der Flotte zum Luftkampf sei nun "bedeutend geschwächt". Russland hatte die Explosionen als "Unfall" bezeichnet. Sicherheitsexperten zufolge weisen Satellitenfotos und vor Ort aufgenommene Videos aber auf einen Angriff hin.

(Dieser Artikel wurde am Samstag, 13. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, jug/AFP

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