Politik

Fridays for Future offline Greta Thunberg verlässt das Homeoffice

Im Herbst 2020 waren die letzten Live-Auftritte von Greta Thunberg vor dem Parlament in Stockholm.

Im Herbst 2020 waren die letzten Live-Auftritte von Greta Thunberg vor dem Parlament in Stockholm.

(Foto: picture alliance / TT NEWS AGENCY)

Wegen der Pandemie wurden die Aktivitäten der Klimaaktivisten von Fridays for Future ins Netz verlegt. Jetzt hat Initiatorin Greta Thunberg ihren "Homeprotest" verlassen und zieht erstmals wieder an ihren Stammplatz vor dem Parlament in Stockholm.

Nach längerer Zeit im "Homeprotest" ist Greta Thunberg für ihren freitäglichen Klimastreik zurück an ihrem angestammten Protestort vor dem Parlament in Stockholm. Ausgestattet mit ihrem Schild mit der Aufschrift "Skolstrejk för klimatet" (Schulstreik fürs Klima) und Mund-Nasen-Schutz mit dem Logo von Fridays for Future traf sich die Klima- und Umweltaktivistin nun mit einer Handvoll Mitstreitern vor dem Reichstag in der schwedischen Hauptstadt.

Das zeigten Bilder, die die 18 Jahre alte Schülerin am Morgen auf Twitter und Instagram teilte. Mit Online-Protesten miteinbezogen befände sich der freitägliche Schulstreik damit in der 147. Woche. "Wir sind wieder zurück vor dem Parlament. Aber die Pandemie ist noch lange nicht vorbei, deshalb werden wir unsere Teilnehmerzahl so gering wie möglich halten und uns nach den lokalen Einschränkungen halten", schreibt Thunberg.

Mehr zum Thema

Vor dem Reichstag hatte die junge Schwedin im August 2018 begonnen, mit einem zunächst einsamen Protest mehr Klimaschutz von der Politik einzufordern. Daraus hatten sich innerhalb weniger Monate die Klimabewegung Fridays for Future und internationale Großproteste mit Hunderttausenden Teilnehmern entwickelt. Die Corona-Pandemie hat solche Massenproteste dann länger unmöglich gemacht.

Online-Protest mit Schildern und Videos

Statt vor das Parlament zu ziehen, hatte Thunberg selbst an den vergangenen Freitagen meist Bilder von sich und ihrem Protestschild daheim online gestellt. Einmal hatte sie sich Ende März vor die Vertretung der EU-Kommission in Stockholm gesetzt, um gegen die gemeinsame Agrarpolitik der EU zu protestieren. Ende April veröffentlichte sie außerdem ein Bild von sich in einem abgeholzten Waldstück in Mittelschweden.

Ende Mai hatte sie in einem Video zu einer Umstellung der Essensgewohnheiten und der Produktion von Lebensmitteln aufgerufen, schließlich seien Klimakrise, Umweltkrise und Gesundheitskrise eng miteinander verbunden. Dabei verwies sie auf die Übertragung von Erregern wie dem Coronavirus oder Ebola von Tieren auf den Menschen. Dies liege vor allem an den landwirtschaftlichen Produktionsweisen. Durch die Art des Umgangs mit der Natur - vom Abholzen von Wäldern bis zur Zerstörung von Lebensraum - entstünden die perfekten Voraussetzungen für die Verbreitung von Krankheiten von Tier auf Tier und dann auf den Menschen, sagte Thunberg.

Quelle: ntv.de, ysc/dpa/AFP

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.