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RTL/n-tv Trendbarometer Grüne führen nun vierte Woche in Serie

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Habeck weilte heute beim evangelischen Kirchentag in Dortmund.

(Foto: imago images / Christian Spicker)

Das neue RTL/n-tv Trendbarometer verschont die SPD mit noch schlechteren Umfragewerten als in der Vorwoche. Der Abwärtstrend setzt sich erstmal nicht fort. Die Grünen liegen nun schon vier Wochen in Serie in Führung.

Manche sagen, der Umfrage-Erfolg der Grünen sei nur ein Hype - doch nun währt dieser bereits vier Wochen. Erneut ist die Partei stärkste Kraft im RTL/n-tv Trendbarometer und käme auf 27 Prozent. Zugleich liegt ihr Vorsitzender Robert Habeck weiterhin in der Kanzlerpräferenz vorn. Weder CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer noch der mögliche SPD-Kandidat Olaf Scholz könnten ihn demnach schlagen.

Die SPD bleibt im Keller. 12 Prozent der von Forsa befragten Wähler würden den Sozialdemokraten ihre Stimme geben. Das ist ein Prozentpunkt mehr als in der vergangenen Woche. Da die statistische Fehlertoleranz bei 2,5 Prozentpunkten liegt, haben Veränderungen in dieser Größenordnung allerdings nur geringe Aussagekraft.

Weiterhin ist die SPD damit nur die viertstärkste Kraft. Vor ihr liegen neben den Grünen zwei weitere Parteien:

  • die Union mit unverändert 24 Prozent
  • die AfD mit unverändert 13 Prozent

Nur Linke und FDP sind schwächer. Beide liegen bei 8 Prozent, wobei die Liberalen einen Punkt verloren haben.

Bei der Kanzlerpräferenz hat Grünen-Chef Habeck der Umfrage zufolge die besten Aussichten. Hätten die Wähler die Wahl zwischen ihm und Kramp-Karrenbauer würden sich 34 Prozent (+ 1) für ihn entscheiden, 18 für AKK (- 1). Auch gegenüber dem derzeitigen Finanzminister hat der Grünen-Politiker klare Vorteile. Im direkten Vergleich bekäme Habeck derzeit 30 Prozent, Scholz 21. Der SPD-Mann hat folglich bessere Aussichten als die CDU-Chefin. Im Duell Scholz-AKK käme der Hamburger auf 28 Prozent, die Saarländerin auf 18. Auffällig ist, dass sie auch unter den Anhängern der Union nicht einmal 50 Prozent Zustimmung hat.

In der Frage nach der politischen Kompetenz der Parteien bauen die Grünen ihren Vorsprung weiter aus. 20 Prozent (+2) trauen ihnen zu, mit den Problemen des Landes am besten fertig zu werden. Die Union liegt weiter bei 15 Prozent - im Januar lag der Wert noch bei 25 Prozent. Die SPD schneidet weiterhin katastrophal ab, nur 3 Prozent halten die Partei für kompetent. 10 Prozent nennen eine sonstige Partei. 52 Prozent trauen keiner Partei politische Kompetenz zu. Diese beiden Werte haben sich in den vergangenen Wochen kaum verändert.

Die einzige Politikerin, die noch beliebter als Robert Habeck ist, sitzt im Kanzleramt. Angela Merkel erreicht 58 Punkte, der Grünen-Chef 54. Es folgen die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer (48), Armin Laschet (46), Anna-Lena Baerbock (45) und Friedrich Merz (45) vor Olaf Scholz (44). Merz ist damit klar beliebter als Kramp-Karrenbauer, die in dieser Rangfolge nur auf 36 Punkte kommt. Sie büßte seit Januar 19 Punkte ein, Merz gewann im gleichen Zeitraum 8 Punkte.

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Quelle: n-tv.de, vpe

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