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Zugang über Antivirenprogramm? Hacker brachen angeblich bei NSA ein

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Erst Monate später war der Datendiebstahl bei der NSA bemerkt worden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Durch eine schwerwiegende Attacke auf die NSA gelangen russische Hacker 2015 anscheinend an streng geheime Informationen. Zugang verschaffen sie sich möglicherweise über die Software von Kaspersky. Die russische Sicherheitsfirma protestiert.

Russische Hacker sollen vor zwei Jahren geheime Daten des US-Nachrichtendienstes NSA erbeutet haben. Der Diebstahl sei erst im Frühling 2016 bemerkt worden, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mehrere Insider, die namentlich nicht genannt wurden. Die Angreifer hätten Kenntnis über Methoden zum Eindringen in ausländische Computernetzwerke und zum Schutz der eigenen Netze erbeutet.

*Datenschutz

Trifft die Darstellung der Zeitung zu, wäre es laut Experten eine der bedeutendsten Cyberattacken der vergangenen Jahre. Eine Stellungnahme der NSA war zunächst nicht zu erhalten.

Dem "Wall Street Journal" zufolge hatte ein externer Auftragnehmer die vertraulichen Informationen auf seinem persönlichen Computer gespeichert. Dort sei eine Antivirus-Software der russischen Sicherheitsfirma Kaspersky Lab installiert gewesen. Möglicherweise hätten die Angreifer darüber die entsprechenden Dateien identifizieren und auf sie zugreifen können.

Das Unternehmen sagte der Zeitung, ihm lägen keinerlei Belege für den angeblichen Zwischenfall vor. "Daher müssen wir davon ausgehen, dass es sich um ein weiteres Beispiel einer falschen Anschuldigung handelt", hieß es in einer Erklärung.

Kaspersky auf der schwarzen Liste

Kaspersky hat weltweit 400 Millionen Kunden. Das US-Heimatschutzministerium hatte am 13. September den Einsatz der Software des Unternehmens in Systemen des Bundes untersagt. Zur Begründung hieß es, Kaspersky könne von der Regierung in Moskau gesteuert sein und eine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA darstellen. Die Firma hat Vorwürfe einer Spionage für die russische Regierung entschieden zurückgewiesen.

Die US-Geheimdienste werfen Russland eine Einmischung in die amerikanische  Präsidentenwahl im November vor. Die Regierung in Moskau weist dies zurück.

Quelle: n-tv.de, chr/rts

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