Politik

"Sind praktisch arbeitsunfähig"Hackerangriff legt weiterhin Berliner Senatsverwaltungen lahm

18.08.2026, 11:58 Uhr
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Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen ist vom Landesnetz genommen worden. (Foto: picture alliance / Joko)

LKA, Staatsanwaltschaft und BSI ermitteln nach einem Hackerangriff auf zwei Berliner Senatsverwaltungen. Der Angriff beeinträchtigt beide Behörden weiterhin stark. Wie groß der Schaden ist und ob Daten abgeflossen sind, bleibt unklar.

Nach einem Hackerangriff auf zwei Berliner Senatsverwaltungen gibt es noch immer schweren Beeinträchtigungen. So besteht keine Internetverbindung und Mailkommunikation, Arbeit im Homeoffice ist nicht möglich. "Wir sind praktisch arbeitsunfähig", zitiert der "Tagesspiegel" einen Mitarbeiter der Verkehrsverwaltung. "An einer Lösung bis morgen glaubt hier kaum einer."

Die Senatskanzlei hatte Montagnachmittag mitgeteilt, bei forensischen Untersuchungen sei eine "Inkriminierung des Landesnetzes" festgestellt worden. Betroffen seien die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Umwelt und Klimaschutz. Beide seien aus Sicherheitsgründen bereits am Freitag vom Landesnetz abgetrennt worden, um weiteren Schaden abzuwenden.

Die Senatskanzlei machte wenig Angaben. "Aus ermittlungstaktischen Gründen können derzeit keine weiteren konkreten Informationen zu Ausmaß und Hintergründen gegeben werden", hieß es. Unklar blieb auch, ob Daten abgeflossen sind. "Die forensischen Untersuchungen dauern an", teilte Senatssprecherin Christine Richter dazu auf Anfrage mit. Nach RBB-Informationen sollen jedoch sensible Daten abgeflossen sein.

Laut Senatskanzlei sind das Landeskriminalamt (LKA), die Staatsanwaltschaft Berlin und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eingeschaltet. Wegen des Vorfalls sei ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Laut dem Senat wurde ein Notfallkrisenstab unter Leitung des Landesbevollmächtigten für Informationssicherheit eingerichtet, der die weiteren Schritte koordiniert.

Quelle: ntv.de, mwa/dpa

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