Politik

Anschläge in Bayern Hatten Attentäter Saudi-Arabien-Kontakt?

Laut einem Medienbericht haben die beiden Attentäter von Ansbach und Würzburg mit IS-Mitgliedern in Saudi-Arabien in Verbindung gestanden. Das belegen demnach Chats, die deutschen Behörden vorliegen.

Die beiden Attentäter von Würzburg und Ansbach hatten dem "Spiegel" zufolge vor ihren Taten Kontakte zu mutmaßlichen IS-Mitgliedern in Saudi-Arabien. Angeblich soll der Axt-Attentäter aus dem Würzburger Regionalzug, Riaz Khan Ahmadzai, vor der Tat noch "Wir sehen uns im Paradies" geschrieben haben.

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Riaz Khan Ahmadzai erstellte vor seiner Tat ein Drohvideo.

Darüber hinaus soll ein Kontaktmann der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) dem Attentäter vorher in einem Chat geraten haben, mit einem Auto in eine Menschenmenge zu fahren. Dieser Wunsch kam demnach wohl nach den tödlichen Vorfällen von Nizza. In der französischen Küstenstadt war ein Mann wenige Tage zuvor mit einem LKW an einer Strandpromenade in die Menge gefahren und hatte dabei mehr als 80 Menschen ermordet.

Der Attentäter von Würzburg lehnte den Vorschlag des Kontaktmannes wohl ab, weil er keinen Führerschein hatte, wie es hieß. Ahmadzai soll den Kontaktmann dann in seinen Plan für die Axt-Attacke im Regionalzug eingeweiht haben.

Attentäter sollte Tat filmen

Auch über den Täter von Ansbach soll es weitere Erkenntnisse geben - auch er soll Chatkontakte gepflegt haben: Nach "Spiegel"-Informationen sollte er eigentlich den Rucksack mit Sprengstroff in der Menschenmenge auf dem Gelände abstellen, sprengte sich aber nahe eines Restaurants vor dem Eingang des Festivals in die Luft.

Der Kontaktmann aus dem Chat soll Mohammad Daleel vor dem Attentat aufgefordert haben, die Tat zu filmen und das Video dem IS zu schicken. Demnach ist der Anschlag nicht so verlaufen, wie es vorher geplant gewesen sei. In dem Chat soll auch die Rede davon gewesen sein, dass der Ansbacher Attentäter auch für weitere Anschläge bereitstehen sollte.

Quelle: n-tv.de, sgu

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