Politik

Hegseth spricht von AbschreckungHinrichtung des Fort-Hood-Amokläufers soll "live übertragen" werden

09.10.2026, 00:36 Uhr
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Nidal Hasan wurde 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. (Foto: dpa)

Nidal Hasan tötet 2009 auf einem US-Militärstützpunkt 13 Menschen und wird daraufhin zum Tode verurteilt. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kündigt an, die Erschießung öffentlich zu zeigen. Die letzte Hinrichtung dieser Art fand in den USA vor 90 Jahren statt.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth will die geplante Erschießung eines zum Tode verurteilten Attentäters auf einem Militärstützpunkt öffentlich stattfinden lassen. Man werde dafür sorgen, dass Menschen die Hinrichtung des ehemaligen Militärpsychiaters Nidal Hasan öffentlich beobachten könnten, sagte Hegseth dem rechtskonservativen US-Sender Real America's Voice. "Die Menschen müssen verstehen, dass solche Taten schwerwiegende Konsequenzen haben", erklärte Hegseth.

Hasan hatte 2009 auf dem Fort-Hood-Militärstützpunkt das Feuer auf Soldaten eröffnet und 13 Menschen getötet. 32 weitere Menschen wurden verletzt. Der damalige Militärpsychiater wurde 2013 von einem Militärgericht zum Tode verurteilt. Hegseth sagte, Hasan bekomme "ein Erschießungskommando mit Soldaten". Der US-Verteidigungsminister fügte hinzu: "Wir werden dafür sorgen, dass die Leute zusehen können, dass es öffentlich ist". Ein Pentagon-Mitarbeiter bestätigte der Nachrichtenagentur AFP, die Hinrichtung auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im Bundesstaat Texas solle am 3. Dezember "live übertragen" werden.

Öffentliche Erschießungen wurden in den USA unter anderem während des US-Bürgerkriegs im 19. Jahrhundert als Abschreckung eingesetzt. Die letzte allgemein öffentliche Hinrichtung in den USA war 1936: Damals wurde im Bundesstaat Kentucky ein Mann vor Tausenden Schaulustigen gehängt.

Hasan wurde bei dem Amoklauf 2009 angeschossen und ist seitdem teilweise gelähmt. Er hatte sich dafür entschieden, sich bei dem Prozess selbst zu verteidigen. Allerdings rief er keine Zeugen auf, sagte nicht aus und unternahm keinen Versuch, die Anklagepunkte zu bestreiten. Die Pflichtverteidiger vermuten, dass er die Vollstreckung der Todesstrafe angeblich anstrebt habe.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/AFP

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