Politik

Niederlage ohne Folgen? Horst Seehofer denkt nicht an Rücktritt

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Horst Seehofer will die Wahl aufarbeiten - als Parteichef und Innenminister.

(Foto: dpa)

Vor der Landtagswahl haben sich Parteichef Seehofer und Ministerpräsident Söder schon die Schuld am erwartbar schlechten Ergebnis zugeschoben. Jetzt dankt der Innenminister dem Wahlkämpfer für seinen Einsatz - und will an seinen eigenen Ämtern festhalten.

CSU-Chef und Bundesinnenminister Horst Seehofer will trotz der schweren Niederlage seiner Partei bei der Landtagswahl in Bayern in allen Ämtern bleiben. "Ich werde natürlich meine Verantwortung weiterhin wahrnehmen", antwortete er auf die Frage, was das Wahlergebnis für ihn persönlich bedeute. Seehofer sagte: "Das ist kein gutes Ergebnis, da gibt es nichts zu deuteln." Es sei "kein schöner Tag für uns".

Im ZDF räumte er später ein: "Natürlich habe ich als Parteivorsitzender auch Mitverantwortung für dieses Wahlergebnis." Darum sei klar, dass auch über ihn diskutiert werde. Für die Niederlage gebe es aber zahlreiche Gründe.

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Die CSU habe den klaren Auftrag, die Regierung zu bilden, sagte Seehofer. "Deshalb kommt es für mich in den nächsten Tagen vor allem darauf an, dass wir die Geschlossenheit und die Kraft aufbringen, diesen Auftrag der Wähler anzunehmen."

Zudem kündigte er eine sorgfältige Aufarbeitung der Wahlpleite an. "Natürlich wird es in den nächsten Wochen auch darauf ankommen, genau aufzuarbeiten, woran das Ergebnis liegt", sagte der Bundesinnenminister. Danach seien dann auch Konsequenzen zu ziehen, sagte er ohne genaue Angaben zu machen.

Seehofer sprach Ministerpräsident Markus Söder für den Einsatz im Wahlkampf besonderen Dank aus. Im Vorfeld hatten sich Seehofer und der CSU-Spitzenkandidat und Ministerpräsident Markus Söder angesichts schlechter Umfragewerte bereits gegenseitig die Schuld dafür gegeben.

Bei der Landtagswahl in Bayern verlor die CSU deutlich an Stimmen und kann künftig nicht mehr allein regieren. Hochrechnungen zufolge kommen die Christsozialen auf rund 35 Prozent.

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Quelle: n-tv.de, jog/dpa/AFP

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