Politik

RTL/ntv-Trendbarometer In der Corona-Krise legt nur die Union zu

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Kanzlerin Angela Merkel und ihr Gesundheitsminister Jens Spahn.

(Foto: imago images/photothek)

Drei Prozentpunkte geht es für die Union im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer nach oben. Die Ereignisse der Corona-Pandemie mobilisieren viele Nichtwähler. Andere Partei können von dem Effekt nicht profitieren.

In politischen Umfragen können CDU und CSU von der Corona-Krise profitieren. Im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer legen die Unionsparteien drei Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche zu. Die Grünen geben zwei Punkte ab, für die SPD geht es einen Zähler abwärts. FDP, Linke und AfD verharren auf den Positionen der Vorwoche.

Vom Umfrageinstitut Forsa, welches die Prognose im Auftrag der Mediengruppe RTL anfertigt, heißt es, das Corona-Virus sei derzeit für 76 Prozent der Bundesbürger das wichtigste Thema. In den Hintergrund getreten seien dadurch die Klima-Debatte (nur noch für 3 Prozent ein wichtiges Thema). Weitere als wichtig wahrgenommene Themen seien das Flüchtlingsdrama in Syrien, der Türkei und Griechenland (38 Prozent) sowie die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Wirtschaft und Börse (13 Prozent) oder die US-Vorwahlen (9 Prozent).

Unionsparteien wird mehr Kompetenz zugetraut

Die Corona-Krise, so Forsa, habe wieder zu einer starken Wählermobilisierung geführt: Während in der letzten Woche noch 27 Prozent nicht wählen gehen wollten oder unentschlossen waren, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden, ist der Anteil der Nichtwähler aktuell um 5 Prozentpunkte auf 22 Prozent zurückgegangen. Von dieser größeren Wählermobilisierung profitiere in erster Linie die Union.

Auffällig ist auch ein starker Anstieg der Unions-Werte bei der Einschätzung der politischen Kompetenz. Vergangene Woche gaben 16 Prozent der Befragten an, dass sie glaubten, CDU und CSU würden mit den politischen Herausforderungen in Deutschland am besten fertig. In dieser Woche liegt dieser Wert schon bei 20 Prozent. Ein Zusammenhang mit dem Krisenmanagement in der Corona-Pandemie ist naheliegend.

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Die SPD gibt bei der Einschätzung der politischen Kompetenz einen Prozentpunkt ab: Nur 5 Prozent der Befragten glauben, dass die Partei am ehesten geeignet sei, um die drängenden Probleme zu lösen. Auch die Grünen verlieren. 13 Prozent der Befragten hielten sie in der vergangenen Woche noch für die kompetenteste Partei. In dieser Woche liegt der Wert bei 11 Prozent. Die absolute Mehrheit der Befragten gibt allerdings nach wie vor an, dass keine Partei die Probleme in Deutschland lösen könne (57 Prozent).

 

Quelle: ntv.de, bdk