Politik
Abe auf dem Nationalen Gedenkfriedhof auf Hawaii.
Abe auf dem Nationalen Gedenkfriedhof auf Hawaii.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 27. Dezember 2016

Vor Pearl-Harbor-Gedenken: Japans Premier auf Hawaii angekommen

Es ist ein symbolträchtiger Ort, an dem Japans Premier Abe und US-Präsident Obama aufeinandertreffen. Doch 75 Jahre nach dem Angriff auf Pearl Harbor steht die Versöhnung im Vordergrund.

Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe ist einen Tag vor seinem Treffen mit US-Präsident Barack Obama in Pearl Harbor auf Hawaii eingetroffen. Die Zerstörung des Krieges dürfe sich nie mehr wiederholen, sagte Abe in Tokio vor seinem Abflug nach Honolulu. Diese Botschaft wolle er gemeinsam mit Obama an die Welt richten. Auch die Bedeutung der Versöhnung wollten beide hervorheben, sagte Abe vor Journalisten.

Auf Hawaii besuchte Abe mehrere Gedenkstätten. Für Dienstag ist ein gemeinsamer Besuch Abes und Obamas in der Gedenkstätte Pearl Harbor geplant. Dort bombardierte die japanische Luftwaffe am 7. Dezember 1941 die US-Pazifikflotte. Mehrere Schlachtschiffe sanken, darunter die "USS Arizona". 2400 US-Amerikaner kamen ums Leben. Der Angriff hatte zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg geführt.

Abe ist zwar nicht der erste japanische Ministerpräsident, der Pearl Harbor besucht. Nach Angaben seiner Regierung ist er aber der erste, der gemeinsam mit einem US-Präsidenten in der über der "USS Arizona" errichteten Gedenkstätte für die Opfer beten wird.

Eine Bitte um Entschuldigung des japanischen Regierungschefs für den Angriff im Zweiten Weltkrieg ist nicht zu erwarten. Auch Obama hatte bei seinem Besuch im japanischen Hiroshima vor sieben Monaten nicht für den Abwurf der Atombombe am 6. August 1945 um Verzeihung gebeten. Obama ist der erste amtierende US-Präsident, der in Hiroshima der Opfer gedachte.

Die Feindschaft zwischen Japan und den Vereinigten Staaten ist indes überwunden. Sie gelten inzwischen als enge Verbündete in der Pazifik-Region, die durch Interessen Chinas und die Provokationen Nordkoreas vor Herausforderungen steht.

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Quelle: n-tv.de

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