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Statistik zu Ausländern 2017 Jeder fünfte Flüchtling hat keinen Status

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Flüchtlinge im Jahr 2016 in einer Unterkunft in Hessen.

(Foto: picture alliance / Boris Roessle)

Neue Statistiken zeigen, dass die Zahl der in Deutschland Schutz suchenden Ausländer im vergangenen Jahr erneut gestiegen ist - auf nunmehr 1,7 Millionen. Die meisten dieser Zuwanderer kamen 2015 und 2016. Viele warten noch immer auf eine Bamf-Entscheidung.

Die Zahl der schutzsuchenden Ausländer in Deutschland ist im vergangenen Jahr gestiegen. Ende 2017 waren 1,7 Millionen Schutzsuchende im Ausländerzentralregister (AZR) erfasst, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Demnach stieg die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent. Schutzsuchende sind nach der Definition der Behörde Ausländer, die sich unter Berufung auf humanitäre Gründe in Deutschland aufhalten.

Laut der Statistik-Behörde wurden 53 Prozent der 2017 erfassten Schutzsuchenden 2015 und 2016 erstmals registriert. Bei insgesamt 349.000 Menschen war Ende 2017 über den Asylantrag noch nicht rechtskräftig entschieden. Das waren 226.000 weniger als Ende 2016. Der Anteil derjenigen mit ungeklärtem Status an allen Schutzsuchenden ging damit von 36 Prozent auf 21 Prozent zurück.

Die Methodik des Statistischen Bundesamts unterscheidet sich dabei von der Asylstatistik des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sowohl hinsichtlich der gewählten Stichtage als auch hinsichtlich der Erfassung der jeweiligen Aufenthaltstitel der Betroffenen.

Drei Viertel anerkannter Flüchtlinge sind befristet

Ende 2017 stammten die meisten Schutzsuchenden mit ungeklärtem Status aus Afghanistan (84.000), dem Irak (38.000) und Syrien (28.000). Den größten Zuwachs in dieser Gruppe verzeichneten die Statistiker bei türkischen Staatsangehörigen, deren Zahl von 7500 auf rund 10.400 stieg.

Rund 1,2 Millionen Schutzsuchende verfügten Ende 2017 über einen anerkannten Schutzstatus und damit über einen humanitären Aufenthaltstitel. Das waren laut statistischem Bundesamt 287.000 mehr als im Vorjahr. Ihr Anteil an allen Schutzsuchenden stieg von 54 Prozent auf 69 Prozent. Davon kamen 61 Prozent aus Syrien (476.000), dem Irak (127.000) oder Afghanistan (105.000). Bei 77 Prozent dieser Schutzsuchenden war der Schutzstatus zeitlich befristet (77 Prozent).

178.000 Schutzsuchende hielten sich nach einem negativen Bescheid im Asylverfahren in Deutschland auf. Ihr Anteil stieg leicht um einen Punkt auf elf Prozent. Bei der großen Mehrheit von ihnen (78 Prozent) war die Abschiebung durch eine Duldung vorübergehend ausgesetzt. Die meisten abgelehnten Schutzsuchenden kamen aus Afghanistan (16.000), Serbien (14.000) und Albanien (12.000). Deutlich gestiegen war den Angaben zufolge aber auch die Zahl der abgelehnten Schutzsuchenden aus westafrikanischen Staaten.

Quelle: n-tv.de, shu/AFP

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