Politik

Keine Bestellungen mehr?KI-Drohnenbauer Helsing wehrt sich gegen Misserfolgs-Behauptungen

19.01.2026, 17:43 Uhr
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Die HX-2-Drohnen würden "durchweg Trefferquoten nahe oder bei 100 Prozent" erzielen, sagt Helsing. (Foto: PR/Helsing)

Die Ukraine würde keine deutschen KI-Drohnen mehr bestellen, heißt es in einem Bericht. Hersteller Helsing wiegelt ab. Das Interesse sei groß und die durchgeführten Tests erfolgreich.

Das deutsche Rüstungs-Startup Helsing soll einem Medienbericht zufolge bei der Entwicklung seiner HX-2 genannten Kampfdrohnen nicht erfolgreich sein. Die mit Künstlicher Intelligenz ausgestatteten Flugobjekte würden nicht mehr in der Ukraine bestellt werden, berichtete "Bloomberg". Lediglich ein Viertel der Drohnen hätten erfolgreich gestartet werden können, hieß es in dem Bericht.

Doch Helsing hält dagegen. "Die Realität sieht anders aus: Mehr als sechs Einheiten der ukrainischen Armee haben konkrete Anfragen zur Bestellung der HX-2 gestellt", teilte das Unternehmen taggleich mit. "Nach den jüngsten Fronttests hat die Einheit, die das System getestet hat, sogar über 1000 zusätzliche Drohnen für Kampfeinsätze angefordert."

Die Tests wären erfolgreich verlaufen und "ihre Leistungsfähigkeit wurde dokumentiert". Die KI-Kampfdrohnen seien für den Fronteinsatz zugelassen und im zentralen Bestellsystem der ukrainischen Armee gelistet. "Helsing liefert derzeit mehrere hundert Drohnen pro Monat in die Ukraine", so das Startup aus München.

"Bloomberg" berief sich auf Angaben dreier Insider sowie einer internen Präsentation des deutschen Verteidigungsministeriums aus dem vergangenen November. Neben den fehlgeschlagenen Starts berichtete die Nachrichtenagentur von Behinderungen durch russische Störsignale. So hätten die Drohnen den Kontakt zu den fernsteuernden Piloten verloren.

Helsing warb in der Vergangenheit damit, dass elektronische Kriegsführung der HX-2 nichts anhaben könne. Sogar ohne Signal oder Datenverbindung würden die Drohnen ihr Ziel erreichen und angreifen können. "Bloomberg" berichtete nun jedoch, dass entscheidende KI-Komponenten gefehlt hätten. Auf den Vorwurf ging Helsing nicht näher ein. "Das HX-2-System erzielte bei Militärtests in Deutschland, Großbritannien und Kenia durchweg Trefferquoten nahe oder bei 100 Prozent", schloss der Kampfmittelproduzent sein Dementi ab. "Wir begrüßen kritische Betrachtungen und sind dankbar für ehrliches Feedback." Irreführende Berichterstattung könnte das Unternehmen aber nicht tolerieren.

Quelle: ntv.de, mpa

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