Politik

Keine Nachteile durch Corona Kabinett lockert Elterngeld-Regeln

98530199.jpg

Die Regeln für den Elterngeldbezug sollen gelockert werden.

(Foto: picture alliance / Andreas Geber)

Elterngeldbezieher sollen durch die Corona-Krise keine Einbußen erleiden. So ist geplant, unter anderem vorübergehend Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit nicht zu berücksichtigen und den Anspruch verschieben zu können.

Bezieher von Elterngeld sollen wegen der Corona-Pandemie keine finanziellen Nachteile erleiden: Dieses Ziel verfolgt eine Vorlage, die das Bundeskabinett nach Regierungsangaben beschlossen hat. Die Regeln für den Bezug des Elterngelds sollen dafür gelockert werden. Eltern sollen ihren Anspruch auf Elterngeld aufschieben können, wenn sie wegen der Corona-Krise beruflich unabkömmlich sind - etwa im Pflegebereich oder bei der ärztlichen Versorgung.

Eine weitere Neuerung: Wer wegen der Pandemie Kurzarbeitergeld oder Arbeitslosengeld I bezieht, muss nicht mit niedrigeren Elterngeld-Zahlungen rechnen: Bei der Berechnung der Leistungshöhe werden die Monate mit den niedrigeren Bezügen einfach ausgeklammert. Außerdem sollen Eltern den Partnerschaftsbonus nicht verlieren, wenn sie aufgrund der Corona-Krise aktuell mehr oder weniger arbeiten als geplant.

Das neue Gesetz stelle "die wirtschaftliche Stabilität von Familien auch in der Zeit der Krise sicher", erklärte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. "Mit der Anpassung machen wir Deutschlands bekannteste und beliebteste Familienleistung in der Corona-Zeit krisenfest." Nach Angaben des Ministeriums bezogen im vergangenen Jahr 1,9 Millionen Väter und Mütter Elterngeld.

Dem Vorhaben müssen noch Bundestag und Bundesrat zustimmen. Die Regelungen sollen dann rückwirkend zum 1. März in Kraft treten.

Quelle: ntv.de, jwu/AFP