Politik

Medikamente für Abhängige Kasse soll Rauchern beim Aufhören helfen

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Der Rauch-Stopp könnte bald von der Krankenkasse finanziell unterstützt werden.

(Foto: picture alliance / Noah Wedel/Kirchner-Media)

Der Tabakausstieg soll leichter werden. Dafür sollen Raucher von den Krankenkassen finanziell unterstützt werden - das will die Große Koalition noch in dieser Wahlperiode umsetzen. "Schwer Abhängige" könnten dann Anspruch auf Medikamente zur Entwöhnung haben.

Medikamente für einen Ausstieg aus dem Rauchen sollen Tabakabhängige nach Plänen der großen Koalition künftig von der Krankenkasse bezahlt bekommen können. "An keiner anderen Droge sterben weltweit und auch hier in Deutschland mehr Menschen als an den Folgen des Rauchens", sagte die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig nach einem entsprechenden Beschluss des Gesundheitsausschusses.

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"Wir werden daher noch in dieser Legislaturperiode dafür sorgen, dass die Unterstützung beim Rauchstopp noch besser, noch zielgerichteter, noch einfacher wird", erklärte die CSU-Politikerin. Konkret sollen gesetzlich Versicherte, bei denen "eine schwere Tabakabhängigkeit" festgestellt wurde, Anspruch auf eine einmalige Versorgung mit Arzneimitteln zur Tabakentwöhnung bekommen.

Welche Medikamente unter welchen Voraussetzungen in Therapieprogrammen verordnet werden können, soll der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen festlegen. Eine Folge-Versorgung mit solchen Mitteln soll frühestens nach drei Jahren möglich sein. Die vom Ausschuss angenommenen Neuregelungen sollen an ein anderes Gesetz angehängt werden, das der Bundestag voraussichtlich an diesem Freitag beschließen soll.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

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