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Deutlicher Anstieg seit 2009 Menschen leiden öfter an Raucherkrankheiten

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Das Risiko, an Lungen- und Bronchialkrebs zu sterben, stieg bei Frauen zwischen 2010 und 2019 deutlich an.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Anlässlich des Weltnichtrauchertags am 31. Mai veröffentlicht das Statistische Bundesamt neue Zahlen zu typischen Raucher-Erkrankungen. Demnach gab es in den letzten zehn Jahren viel mehr klinische Behandlungen betroffener Menschen - trotz des rückläufigen Zigarettenkonsums.

In Deutschland werden immer mehr Menschen wegen Lungenkrebs und anderer für Raucher typischen Erkrankungen in Kliniken behandelt. Im Jahr 2019 waren deswegen insgesamt 458.000 Patientinnen und Patienten stationär in Behandlung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Damit stieg die Zahl solcher vollstationären Behandlungen binnen zehn Jahren um 18 Prozent.

Rund 211.300 dieser Fälle waren auf einen Lungen- und Bronchialkrebs, auf Kehlkopfkrebs oder Luftröhrenkrebs zurückzuführen. Ursache der Krankenhausbehandlung bei weiteren 246.700 Patienten war eine sogenannte chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Die Patienten waren im Durchschnitt bei den Krebsdiagnosen 67,3 Jahre und bei der Diagnose COPD 70,5 Jahre alt.

Lungen- und Bronchialkrebs war 2019 auch die dritthäufigste Todesursache in Deutschland. Knapp 77.600 Menschen starben an den Folgen dieser Erkrankungen, die mit dem Rauchen in Verbindung gebracht werden.

Bei Frauen stieg das Risiko, an Lungen- und Bronchialkrebs zu sterben, zwischen 2010 und 2019 sogar um 24 Prozent. Betraf diese Todesursache im Jahr 2010 noch knapp 33 Frauen je 100.000 Einwohner, so waren es 2019 schon 40 Frauen je 100.000 Einwohner. Bei Männern war das Risiko zwar nach wie vor höher. Jedoch sinken die Zahlen. 2019 starben noch 68 Männer je 100.000 Einwohner an einer solchen Krebserkrankung.

Verbrauch von Pfeifentabak versechsfacht

Insgesamt raucht den Angaben zufolge noch jeder vierte Mann und jede fünfte Frau in Deutschland. Zu den Nichtrauchern zählten laut den aktuellsten Zahlen von 2017 insgesamt gut drei Viertel (78 Prozent) der Bevölkerung über 15 Jahren. 58 Prozent gaben an, überhaupt noch nie eine Zigarette angefasst zu haben.

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Der Pro-Kopf-Verbrauch von Zigaretten sank insgesamt deutlich. Konsumierte beispielsweise im Jahr 2011 im Schnitt noch jeder Erwachsene 1305 Zigaretten, waren es 2020 nach vorläufigen Zahlen noch 1063 - ein Rückgang um knapp 19 Prozent. Bei Zigarren und Zigarillos wurden 2020 im Schnitt noch jährlich 39 Stück pro Kopf verbraucht. Das waren 37 Prozent weniger als im Jahr 2011.

Der Verbrauch von Pfeifentabak hat sich dagegen seit 2011 mehr als versechsfacht - von 14 auf 86 Gramm pro Kopf im vergangenen Jahr. Ursache dafür ist die wachsende Nachfrage nach Wasserpfeifentabak und Tabakprodukten für sogenannte elektrische Erhitzer.

Quelle: ntv.de, jru/AFP

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