Politik

RTL/n-tv Trendbarometer Kaum jemand hält AKK für kanzlerfähig

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70 Prozent der Deutschen glauben derzeit nicht, dass Kramp-Karrenbauer das Zeug zur Kanzlerin hat.

(Foto: imago images / Mauersberger)

CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer muss bei den Wählern noch Überzeugungsarbeit leisten. Die meisten trauen ihr das Amt der Bundeskanzlerin nicht zu, wie das neue RTL/n-tv Trendbarometer zeigt. Das hält auch gute Nachrichten für Merkel bereit.

Soll Annegret Kramp-Karrenbauer Angela Merkel vorzeitig als Kanzlerin ablösen? 70 Prozent der Deutschen sind laut aktuellem RTL/n-tv Trendbarometer dagegen und wollen stattdessen, dass Merkel bis 2021 Kanzlerin bleibt. Lediglich 13 Prozent wünschen, dass AKK Merkel ablöst. In dieser Einschätzung äußern sich die Anhänger fast aller Parteien ähnlich. Lediglich die AfD-Anhänger sind anderer Auffassung: 42 Prozent von ihnen wollen eine vorzeitige Machtübernahme durch AKK, nur 35 Prozent sind der Meinung, Merkel solle bis zum Ende der Legislaturperiode regieren. Befragt wurden am 27. und 28. Mai 1501 Menschen.

70 Prozent der Befragten sprechen Annegret Kramp-Karrenbauer derzeit die Eignung für die Kanzlerschaft ab. 19 Prozent halten sie für "fähig genug, das Kanzleramt zu übernehmen". Selbst die Anhänger der CDU/CSU halten AKK zu 52 Prozent nicht für "kanzlerfähig", 37 Prozent trauen ihr das Amt zu. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Merkel selbst traue ihrer Nachfolgerin an der CDU-Spitze das Amt ebenfalls nicht zu. Die Kanzlerin wies dies jedoch zurück.

Merkel soll einer Mehrheit der Deutschen zufolge Kanzlerin bleiben und dementsprechend soll auch die Große Koalition weiterregieren - trotz des schlechten Abschneidens bei der Europawahl. Im RTL/n-tv Trendbarometer wollen nur 34 Prozent ein vorzeitiges Ende der GroKo. 61 Prozent wünschen, CDU, CSU und SPD "sollten sich zusammenraufen und bis zum Ende der Legislaturperiode regieren". Für ein Weiterregieren sind auch 85 Prozent der Unions-Anhänger und 62 Prozent der SPD-Anhänger. Lediglich die AfD-Anhänger sind mehrheitlich für ein vorzeitiges Ende der GroKo (58 Prozent).

Quelle: ntv.de, vpe/dpa