Politik

Geheimdienstler zur Ukraine Kiew könnte innerhalb von Stunden fallen

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In Kiew suchen Menschen in einer U-Bahn-Station Schutz, die als Bombenschutzraum dient.

(Foto: dpa)

Mit Luftangriffen, Bodentruppen und Raketen greift Russland die Ukraine an. Binnen Stunden stehen die Truppen vor Kiew. Ein westlicher Geheimdienstvertreter glaubt, dass es nicht mehr lange dauern wird, bis die russische Armee auch die Hauptstadt erobert.

Die russischen Truppen könnten Kiew nach Angaben eines Geheimdienstvertreters schon bald einnehmen. Womöglich sei es nur noch eine Frage von Stunden, da die ukrainische Luftabwehr außer Gefecht gesetzt sei, sagte ein ranghoher Vertreter eines westlichen Geheimdienstes der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge. Auch kontrolliere die russische Armee mehrere Flugplätze. Darüber könnten noch mehr ihrer Soldaten in die Ukraine gelangen.

Auch die Nachrichtenagentur AFP zitiert einen westlichen Geheimdienstvertreter, wonach Russland mit seinem Großangriff auf die Ukraine die "vollständige Lufthoheit" über die Ukraine erlangt habe. Die Ukraine verfüge nun über keinerlei Luftabwehrkapazitäten mehr, sagte der Geheimdienstvertreter in Brüssel: "Sie haben keine Luftwaffe mehr, um sich zu schützen."

Nun nehme die russische Armee die Hauptstadt Kiew ins Visier, sagte der Geheimdienstvertreter weiter. "Viel wird davon abhängen, welchen Widerstand die Ukrainer leisten können. Aber ich gehe davon aus, dass die Russen in den kommenden Stunden versuchen werden, eine überwältigende Macht um die Hauptstadt zusammenzuziehen."

Mindestens 68 Menschen wurden laut ukrainischen Angaben in den ersten Stunden des Angriffs getötet, darunter auch Zivilisten. Das Gesundheitsministerium sprach zudem von mindestens 169 Verletzten.

Bei ihrem Großangriff auf die Ukraine waren die russischen Streitkräfte binnen weniger Stunden bis in den Großraum Kiew vorgerückt. Russische Truppen eroberten laut ukrainischen Angaben nach heftigen Kämpfen unter anderem einen Militärflugplatz nahe der Hauptstadt. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko erließ eine nächtliche Ausgangssperre.

Das US-Verteidigungsministerium sprach vom größten Einmarsch konventioneller Truppen in einen anderen Staat seit dem Zweiten Weltkrieg. Das Ziel des russischen Präsidenten Putin sei es, eine pro-russische Regierung in Kiew zu installieren, sagte ein Pentagon-Vertreter.

Quelle: ntv.de, hul/AFP

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