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Drei Soldaten in Ostukraine getötet Kiew meldet heftigste Kämpfe seit einem Jahr

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Schwere Artillerie im Einsatz: Dieses Getreidelager bei Mariupol wurde mutmaßlich von Rebellen beschossen.

(Foto: picture alliance / dpa)

An mehreren Orten im Osten der Ukraine brechen neue Gefechte aus. Schwere Artillerie kommt zum Einsatz. Gefährlich ist diese Eskalation besonders vor dem Hintergrund neuer Spannungen um die Krim.

In der Ostukraine haben prorussische Rebellen nach Angaben der Armee drei ukrainische Soldaten getötet und sechs weitere verletzt. Ein Militärsprecher sagte in Kiew, es habe "die heftigsten Gefechte seit einem Jahr" gegeben. Die Aufständischen hätten die Zahl ihrer Angriffe mit schweren Waffen wie Mörsern und Artilleriegranaten auf Armeestellungen gegenüber dem Vortag nahezu verdoppelt.

Vor allem nördlich der Separatistenhochburg Donezk kam es demnach zu Gefechten mit Artillerieeinsatz. Auch im Süden in der Nähe der Hafenstadt Mariupol wurde die eigentlich seit Monaten geltende Waffenruhe nach Angaben der Konfliktparteien mehrfach gebrochen.

Höchste Terrorwarnstufe auf der Krim

Die jetzige Zuspitzung der Kämpfe fand vor dem Hintergrund neuer Spannungen rund um die Krim statt. Beide Seiten hatten sich zuletzt vor der Gefahr eines neuen Krieges gewarnt. Der russische Geheimdienst FSB hatte am Mittwoch vergangener Woche erklärt, Anschläge des ukrainischen Militärs auf der Krim vereitelt zu haben. Bei Festnahmen und Zusammenstößen wurden demnach ein FSB-Agent und ein russischer Soldat getötet.

Kiew wies die Anschuldigungen zurück und forderte Beweise. Die US-Regierung zeigte sich "extrem besorgt" angesichts der neuen Spannungen.

Kiew wirft Russland nun vor, seine Soldaten in der Region aufzustocken und neues Militärmaterial heranzuschaffen. Die Ukraine erhöhte vor einer Woche die Terrorwarnstufe für die Krim sowie für die Regionen Donezk und Luhansk auf das höchstmögliche Niveau.

Quelle: n-tv.de, mbo/AFP/dpa

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