Politik

Versteckte Drohungen gegen Trump Kim reist vorzeitig aus Russland ab

RTX6T87J.jpg

Auf dem Weg zum Bahnhof in Wladiwostok: Kim verlässt Russland früher als geplant und droht den USA.

(Foto: REUTERS)

Nordkoreas Machthaber sitzt schon wieder im Panzerzug nach Pjöngjang. Warum Kim nach seinem Treffen mit Putin vorzeitig aus Russland abreist, bleibt sein Geheimnis. Doch Drohungen in Richtung von US-Präsident Trump sind unüberhörbar. Es fällt das Wort "böse".

Der nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un ist nach seinem Treffen mit Russlands Präsidenten Wladimir Putin in der Hafenstadt Wladiwostok früher als erwartet abgereist. Er sei bereits mit seinem gepanzerten Zug auf dem Heimweg in das Nachbarland Nordkorea, meldeten russische Agenturen. Ursprünglich waren noch Besuche im Theater und im Delfinarium von Wladiwostok geplant. Warum Kim früher abreiste, ist nicht bekannt.

Im Gespräch mit Putin warnte Kim vor einer Rückkehr der Spannungen mit den USA. Frieden und Sicherheit auf der koreanischen Halbinsel hingen von Amerika ab, berichtete die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA aus dem Treffen zwischen Kim und Putin. Die Lage auf der Halbinsel und in der Region sei von Stillstand geprägt. Es sei ein "kritischer Punkt" erreicht, an dem es eine Rückkehr zu dem Zustand geben könne, als die USA sich beim zweiten Gipfel in böser Absicht gegenüber Nordkorea verhalten hätten, zitierte KCNA den nordkoreanischen Machthaber. "Die Demokratische Volksrepublik von Korea wird sich für jede mögliche Situation wappnen."

Vor seiner vorzeitigen Abreise aus Russland hatte Kim noch ein Kriegsdenkmal für die sowjetische Pazifikflotte im Zweiten Weltkrieg im Stadtzentrum besucht und dort Blumen niedergelegt. Danach habe es noch einen Empfang für Kim in einem traditionellen russischen Restaurant gegeben, sagte der Gouverneur der Region, Oleg Koschemjako. Dort sei auch schon Kims Vater, Kim Jong Il, bei seinem Russland-Besuch 2002 zu Besuch gewesen. Kim habe exakt das gleiche Menü serviert bekommen, sagte der Gouverneur.

Zuvor waren Kim und Putin zum ersten Mal zu einem Gipfel zusammengetroffen. Im Mittelpunkt des Treffens standen das umstrittene nordkoreanische Atomwaffenprogramm und die bilaterale Zusammenarbeit. Kim lud Putin zu einem Gegenbesuch ein. Ein Termin wurde nicht genannt.

Quelle: n-tv.de, mau/dpa/rts

Mehr zum Thema