Politik

"Höhepunkt der Verrücktheit" Kims Schwester ätzt gegen Südkorea

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Kim Yo Jong hat den Posten einer stellvertretenden Abteilungsleiterin des Zentralkomitees der Arbeiterpartei inne.

(Foto: imago/Kyodo News)

Nach längerer Pause nimmt Nordkorea wieder Raketentests auf. Auf Kritik aus dem Nachbarland Südkorea reagiert Pjöngjang gereizt. Die jüngere Schwester von Machthaber Kim Jong Un meldet sich mit einem wütenden Pamphlet zu Wort.

Nordkorea hat mit der Stimme der einflussreichen Schwester von Machthaber Kim Jong Un mit wütenden Verbalattacken auf die Kritik der südkoreanischen Regierung an seinen jüngsten Waffentests reagiert. In ihrer ersten offiziellen Erklärung, die außerhalb des abgeschotteten Landes bekannt wurde, warf Kim Yo Jong dem südkoreanischen Präsidialamt Heuchelei und "schwachsinniges Denken" vor. "Das ist wirklich der Höhepunkt der Verrücktheit, dass diejenigen, die scharf sind auf Kriegsübungen, ihre Nase auf die Militärübungen anderer richten", wurde die jüngere Schwester von Kim Jong Un von den staatlichen Medien zitiert.

Nordkorea hatte am Montag nach längerer Pause seine Raketentests wieder aufgenommen. Nach Einschätzung des südkoreanischen Militärs wurden dabei an der Ostküste zwei ballistische Raketen von kurzer Reichweite in Richtung offenes Meer abgefeuert. UN-Resolutionen verbieten der selbst erklärten Atommacht Nordkorea die Erprobung solcher Raketen, die je nach Bauart auch Nuklearsprengköpfe tragen können. Südkorea hatte sein Bedauern geäußert und Nordkorea aufgerufen, Aktionen zu unterlassen, die die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel erhöhen.

Nordkorea sprach von Schießübungen für die Fernkampfartillerie. Die Übung habe nicht das Ziel gehabt, irgendjemanden zu bedrohen, erklärte Kims Schwester, die den Posten einer stellvertretenden Abteilungsleiterin des Zentralkomitees der Arbeiterpartei innehat. Es sei aber nur gut, dass die Kritik nicht direkt vom Präsidenten geäußert worden sei.

Kim Yo Jong hatte Südkoreas Staatschef Moon Jae In bereits mehrfach im Zuge der Annäherungsbemühungen zwischen beiden Ländern getroffen. Angesichts der stockenden Nuklearverhandlungen zwischen Nordkorea und den USA herrscht jedoch derzeit zwischen Pjöngjang und Seoul wieder Funkstille.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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