Politik

Schiffs-Austausch bestätigtKlagen über US-Flugzeugträger prallen an Trump ab 

14.08.2026, 22:50 Uhr
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Das Schiff unterwegs im Arabischen Meer. (Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die "USS Abraham Lincoln" ist seit neun Monaten unterwegs. Unhygienische Zustände und eine schlechte Versorgung an Bord zehren an den Nerven der Besatzung - das berichten Angehörige der Soldaten. Der US-Präsident spielt ihre Sorgen herunter.  

US-Präsident Donald Trump hat Bedenken wegen der Bedingungen an Bord des im Krieg gegen den Iran eingesetzten Flugzeugträgers "USS Abraham Lincoln" zurückgewiesen. Auf die Frage von Reportern, ob Familienangehörige sich Sorgen machten, antwortete Trump: "Nein, tun sie nicht." 

US-Medien hatten mehrere Angehörige von Besatzungsmitgliedern damit zitiert, dass sich die Lebensbedingungen auf dem Flugzeugträger verschlechtert hätten. In Berichten war die Rede von Problemen bei der Essensversorgung, nicht funktionierenden Sanitäranlagen und mentalen Krisen. Es gab Berichte über mehrere Suizidversuche. Abgeordnete der oppositionellen Demokraten forderten eine Untersuchung.

Trump wies auch zurück, dass der Flugzeugträger zu lange im Einsatz sei. "Nein, nein, nein, bei Weitem nicht", sagte der US-Präsident. Die "USS Abraham Lincoln" ist mittlerweile seit neun Monaten auf See.

Bericht: Austausch schon vor Beschwerden geplant

Trump bestätigte unterdessen Medienberichte, wonach die "USS Abraham Lincoln" durch einen anderen Flugzeugträger abgelöst werden soll. "Dieses Schiff wird gerade oder in Kürze verlegt und durch ein anderes, sehr ähnliches Schiff ersetzt", sagte er. 

Zuvor hatten das "Wall Street Journal" sowie die US-Sender CNN und NBC News unter Berufung auf Insider berichtet, dass der Flugzeugträger aus dem Nahen Osten abgezogen und durch die "USS George Washington" ersetzt werden solle. Laut CNN war der Austausch der Schiffe allerdings bereits vor den Beschwerden geplant. Trump nannte den Namen der "USS George Washington" nicht. 

Die "USS Abraham Lincoln" war am 21. November 2025 vom kalifornischen San Diego ausgelaufen, um im Südchinesischen Meer Dienst zu leisten. Sie wurde jedoch noch vor den am 28. Februar begonnenen US-israelischen Angriffen auf den Iran in die Krisenregion umgeleitet. 

US-Militär dementiert Tod eines Matrosen 

Das US-Militär wies die Berichte zurück. Der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" weise unter allen der US Navy eine der höchsten Wiederverpflichtungsraten der Besatzung mit 84,4 Prozent auf, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom auf der Plattform X mit. Eine solche Rate beschreibt den Anteil der Soldaten, die freiwillig weiter im Militär bleiben, nachdem ihre Vertragszeit abgelaufen ist. 

Von Centcom hieß es weiter, anders als berichtet sei kein Besatzungsmitglied an Bord des Flugzeugträgers ums Leben gekommen. Ein Matrose, der am 3. August über Bord gegangen sei, sei schnell und sicher geborgen worden, hieß es weiter. Centcom sprach von Falschberichterstattung.  

Iranische Medien hatten berichtet, bei gewaltsamen Auseinandersetzungen an Bord des Flugzeugträgers seien sieben Menschen ums Leben gekommen. Die Stimmung an Bord sei angespannt. 

Quelle: ntv.de, hul/AFP/hul

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