Politik

Laschet im "ntv Frühstart" Kohleausstieg ist "ein historischer Tag"

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Bis 2038 will Deutschland aus der Braunkohleverstromung aussteigen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Deutschland steigt endgültig aus der Kohle aus. Bis 2038 laufen einige Kraftwerke aber noch weiter. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Laschet wehrt sich gegen die Vorwürfe von Umweltschützern.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet hat den zeitlichen Rahmen des Kohleausstiegs in Deutschland bis 2038 verteidigt. "Das kann man doch an den Zahlen ablesen, dass das ein guter Tag ist. Ein historischer Tag", sagte Laschet im "ntv Frühstart". Deutschland sei vor wenigen Jahren aus der Steinkohleförderung ausgestiegen und beende nun Braunkohleproduktion, "obwohl es dafür gar keine Subventionen gibt". Den Ausstieg wird der Bundestag in seiner heutigen Sitzung beschließen.

Mit Blick auf die Kritik von Umweltschützern, dass die Kraftwerke in Deutschland viel zu lange am Netz blieben, sagte der CDU-Politiker, "wir brauchen ja schon Strom". Er erinnerte daran, dass alle Länder, die gute CO2-Werte hätten, wie etwa Frankreich, weiterhin die Kernkraft als Stromerzeuger hätten. Deutschland hingegen mache "gerade beides" und verlasse sowohl Kohle- als auch Kernenergie. Dies werfe in vielen Ländern die Frage auf: "Wie funktioniert das eigentlich?" Betrachte man aber die Klimabilanz am Ende dieses Jahrzehnts, "wird man sehen, was für ein bedeutender Tag das heute war".

Dem Ausstiegsgesetz zufolge soll die Nutzung der Energie aus Braun- und Steinkohle bis spätestens Ende 2038 beendet werden. Ein Vorziehen des Ausstiegs auf 2035 bleibt dabei möglich. Die von dem Ende der Braunkohleverstromung besonders betroffenen Länder erhalten laut bereits früher vereinbarten Beschlüssen Strukturhilfen im Volumen von 40 Milliarden Euro.

Quelle: ntv.de, psa/AFP