Politik

Hassaka weiter umkämpft Kurden: IS aus Kobane vertrieben

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Am Donnerstag waren die Kämpfe in Kobane wieder aufgeflammt.

(Foto: dpa)

Am Donnerstag drangen Milizen des Islamischen Staats wieder nach Kobane vor. Kurdische Truppen können sie jedoch nach eigenen Angaben aus der Stadt an der syrisch-türkischen Grenze vertreiben. Anders sieht es in der strategisch wichtigen Stadt Hassaka aus.

Kurdische Milizen haben nach eigener Darstellung IS-Extremisten aus der Stadt Kobane an der türkischen Grenze vertrieben. Die Kurden kontrollierten wieder die gesamte Stadt, sagte ein Sprecher der Gruppe YPG. In den Straßen sei es ruhig, es werde nach versprengten Kämpfern des Islamischen Staates (IS) gesucht. In der weiter östlich gelegenen Stadt Hassaka kam es zu Gefechten zwischen dem IS und syrischen Streitkräften. Der Gouverneur der Stadt rief die Einwohner auf, sich dem Kampf gegen den IS anzuschließen.

Bei den Gefechten mit dem IS um Kobane seien 60 Islamisten getötet worden, teilte der Sprecher der Kurdenmiliz weiter mit. Nach Informationen der oppositionsnahen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte sprengten YPG-Kämpfer eine von den IS-Extremisten genutzte Schule in die Luft.

USA fliegen Luftangriffe

Bei US-Luftangriffen seien bei Kobane 18 IS-Kämpfer getötet worden, hieß es weiter. Nach US-Angaben flog die Luftwaffe am Freitag vier Angriffe bei Kobane. Der IS hatte am Donnerstag eine Offensive gegen die Stadt gestartet. Dabei wurden nach Erkenntnissen der Beobachtungsstelle etwa 200 Menschen getötet.

In Hassaka griffen IS-Kämpfer erneut Stellungen der Regierungstruppen an. Der Gouverneur bezeichnete in einem Telefongespräch mit dem staatlichen Fernsehen die Lage in der Stadt jedoch als in Ordnung. Die Luftwaffe greife immer wieder IS-Stellungen an.

Die Provinz Hassaka ist strategisch wichtig, da sie zwischen den vom IS kontrollierten Gebieten in Syrien und dem Irak liegt und bis an die türkische Grenze reicht. Die YPG, die wie die Streitkräfte Teile der Stadt kontrolliert, erklärte, sie arbeite nicht mit den Truppen von Präsident Baschar al-Assad zusammen.

Quelle: n-tv.de, mli/rts

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