Politik

Dennoch zu viele Infektionen Lauterbach: "Rückgang der Fallzahlen ist echt"

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"Die Lage stabilisiert sich langsam", schrieb Lauterbach auf Twitter.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das RKI meldet erneut einen leichten Rückgang bei der Sieben-Tage-Inzidenz. Sie sinkt von 390,9 am Vortag auf 389,2. Experten vermuten dahinter eine Erfassungslücke. Bundesgesundheitsminister Lauterbach widerspricht.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht eine allmähliche Stabilisierung der Lage in der Corona-Pandemie. "Der Rückgang der Fallzahlen ist echt", schrieb der SPD-Politiker auf Twitter. "Die Lage stabilisiert sich langsam." Dieser Trend dürfe aber nicht durch Weihnachten gefährdet werden. "Da die Fallzahlen weiterhin viel zu hoch sind, muss die Booster-Kampagne verstärkt werden."

Das Robert-Koch-Institut hatte am Morgen einen erneuten leichten Rückgang bei der Sieben-Tage-Inzidenz vermeldet. Demnach lag der Wert der Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen bei 389,2. Am Vortag hatte er noch bei 390,9 gelegen, vor einer Woche bei 441,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages insgesamt 21.743 Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr morgens wiedergeben. Augenscheinlich fehlten am frühen Morgen jedoch Zahlen aus Niedersachsen. Vor genau einer Woche waren es 27.836 Ansteckungen.

Experten waren zuvor, unabhängig von den fehlenden Daten aus Niedersachsen, von einer merklichen Untererfassung ausgehen. Gesundheitsämter und Kliniken kommen ihnen zufolge mit der Meldung von Fällen zumindest in einzelnen Regionen nicht mehr hinterher.

Zudem gehen Experten davon aus, dass die als besonders ansteckend geltende Omikron-Variante im kommenden Jahr große Probleme bereiten könnte. Lauterbach hält wegen Omikron eine sehr hohe Impfquote für erforderlich.

Quelle: ntv.de, lve/AFP

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