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Attest für den US-Wahlkampf Leibarzt bescheinigt Trump Topverfassung

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Der Präsidentschaftskandidat der Republikaner, Donald Trump, soll körperlich völlig gesund sein.

(Foto: REUTERS)

Wer die US-Präsidentschaft will, darf nicht kränklich sein. Deshalb lassen es sich Hilary Clinton und Donald Trump von ihren Ärzten schriftlich geben: Dort steht wenig überraschend, dass sie sich bester Gesundheit erfreuen - abgesehen von kleinen Mängeln.

Nach Hillary Clinton hat nun auch ihr Gegenkandidat Donald Trump seine Gesundheitsakte geöffnet. Wenig überraschend attestiert sein langjähriger Arzt Harold Bornstein dem 70-Jährigen, in "glänzender körperlicher Verfassung" zu sein. Trump rauche nicht und trinke keinen Alkohol, habe einen leicht erhöhten Blutfettwert und sei mit 107 Kilogramm bei 1,90 Meter Körpergröße ein bisschen zu dick, heißt es in dem Brief, der der "Washington Post" vorliegt.

Insgesamt sei er aber völlig gesund. Er nehme ein paar Mittelchen gegen erhöhte Cholesterinwerte und vorsichtshalber eine niedrige Dosis Aspirin. Der Brief klammert jedoch mögliche Gesundheitsprobleme in der Vergangenheit aus und ist nur ein Ausschnitt aus der Gesundheitsakte.

Bornstein, eine schillernde Figur unter New Yorks Medizinern, hatte Trump in einem umstrittenen Brief bereits zuvor attestiert, der republikanische Kandidat wäre der "gesündeste Kandidat, der jemals in das Präsidentenamt gewählt werde". Später räumte Bornstein ein, diesen Brief habe er in nur fünf Minuten geschrieben, während vor der Praxistür Trump-Vertraute warteten. Trump diskutierte seine Gesundheit auch öffentlich in einer Fernseh-Talkshow. Sie soll am Abend in den USA ausgestrahlt werden.

Der Gesundheitszustand der Präsidentschaftskandidaten ist in den vergangenen Tagen zum Wahlkampfthema geworden. Die Demokratin Hillary Clinton hatte bei den Gedenkfeiern für die Terroranschläge vom 11. September 2001 in New York am Sonntag einen Schwächeanfall erlitten. Ihr Team hatte daraufhin eingestehen müssen, dass sie seit Freitag an einer Lungenentzündung leide.

Dies hatte ihren Rivalen Trump in seiner Haltung bestärkt, wonach Clinton körperlich nicht den Belastungen des Präsidentenamts gewachsen wäre. Er selbst hatte aber bisher außer dem kurzen Schreiben Bornsteins kein ausführliches Arztgutachten veröffentlicht. In Umfragen lagen die beiden Kontrahenten zuletzt in etwa gleich auf.

Quelle: n-tv.de, hul/dpa/AFP

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