Politik

Bei Bedrohung durch Westen Lukaschenko: Stationieren notfalls "Super-Nuklearwaffen"

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Lukaschenko gemeinsam mit Militärs im Januar.

(Foto: picture alliance/dpa/BelTA)

Belarus' Machthaber Lukaschenko will alles tun, um sein Territorium zu verteidigen, wie er sagt. Wenn es notwendig sei, werde sein Land "vielversprechende Waffen" aufnehmen. Zugleich erklärt er: Im Notfall komme die russische Armee Belarus zu Hilfe.

Belarus ist nach den Worten seines Staatschefs Alexander Lukaschenko im Falle einer Bedrohung durch den Westen zur Stationierung von Atomwaffen bereit. "Wenn es notwendig ist", werde sein Land nicht nur Atomwaffen, "sondern auch Super-Nuklearwaffen, vielversprechende Waffen" aufnehmen, um "unser Territorium zu verteidigen", sagte Lukaschenko nach Angaben der belarussischen Nachrichtenagentur Belta.

Lukaschenko äußerte sich vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen westlichen Staaten und dem mit Belarus verbündeten Russland in der Ukraine-Krise. Minsk und Moskau hatten vergangene Woche gemeinsame Militärübungen in Belarus begonnen, die bis zum 20. Februar andauern sollen.

Beim Besuch eines gemeinsamen Manövers mit Russland erklärte Lukaschenko zugleich, russische Militärstützpunkte im eigenen Land abzulehnen. Es gebe keine Notwendigkeit für russische Militärbasen, weil in einem Notfall die russische Armee zur Unterstützung ins Nachbarland kommen werde, sagte Lukaschenko.

Kremlsprecher Dmitri Peskow stellte der Agentur Interfax zufolge klar, dass von einer ständigen Militärpräsenz in Belarus "jetzt keine Rede" sei. Im Westen wird befürchtet, dass Russland im Zuge des Manövers in Belarus einen Einmarsch in der Ukraine vorbereitet. Die Militärführungen in Belarus und Russland betonen dagegen immer wieder, die Truppenverlegung habe reinen Übungscharakter, sei für niemanden eine Bedrohung und stehe im Einklang mit internationalem Recht.

Lukaschenko reist nach Moskau

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Russlands Verteidigungsministerium kündigte bereits einen Teilabzug von Soldaten anderer Manöver an und veröffentlichte Fotos und Videos dazu. Der Westen zweifelt diese Berichte an. Die Übung im Süden von Belarus an der Grenze zur Ukraine soll am Sonntag zu Ende gehen.

An diesem Freitag reist Lukaschenko zu Gesprächen mit Russlands Präsident Wladimir Putin nach Moskau. Der Kreml hat zugesichert, die an der Übung beteiligten eigenen Soldaten sollten nach Abschluss wieder an ihre Standorte in Russland zurückkehren. Am Mittwoch sagte auch der belarussische Außenminister Wladimir Makej: "Kein einziger russischer Soldat wird nach diesen Übungen in Belarus bleiben." Auch die Militärtechnik des Nachbarlandes werde wieder abgezogen.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP/dpa

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