Politik

Vor G7-Gipfel Maas will Geschlossenheit gegenüber China

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Außenminister Maas will einen Neustart mit den westlichen Industrienationen.

(Foto: imago images/photothek)

Der G7-Gipfel soll ein Signal an China und Russland senden. Außenminister Maas fordert, "schlagkräftig" zu handeln. Autoritäre Staaten sollen lernen: Der Westen ist zurück.

Bundesaußenminister Heiko Maas hat die G7-Staaten zur Geschlossenheit gegenüber Russland und China aufgerufen. "Wenn wir mutig die Gunst der Stunde nutzen, einig und schlagkräftig handeln, dann beweisen wir damit die Zukunftsfähigkeit unseres offenen Wirtschafts- und Gesellschaftsmodells - auch gegenüber Peking und Moskau", sagte Maas den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Nach dem Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump sei es an der Zeit für einen Neustart der Beziehungen der großen westlichen Industrienationen, sagte der SPD-Politiker. "Die USA sind zurück auf der internationalen Bühne. Wir Europäer sagen Ihnen: Welcome back! Wir waren die ganze Zeit hier."

Die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja hat an die G-7-Staaten appelliert, ein starkes Signal für die Unabhängigkeit ihres Landes zu senden. "Unsere Unabhängigkeit steht nicht zum Verkauf", sagte sie der "Süddeutsche Zeitung" einem Vorabbericht zufolge. Es bestehe die Gefahr, dass Machthaber Alexander Lukaschenko "Belarus Stück für Stück an den Kreml verkauft".

Die Staats- und Regierungschefs der G7-Länder (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA) treffen sich ab Freitag im britischen Cornwall. Zentrale Themen des dreitägigen Treffens sind die Folgen der Corona-Pandemie, der Klima- und Artenschutz sowie die Stärkung gemeinsamer demokratischer Werte. Für den neuen US-Präsident Joe Biden ist es die erste Auslandsreise seit seinem Amtsantritt.

Milliarden-Spende von Impfstoff für Arme

Nach Angaben von Gastgeberland Großbritannien will sich der Gipfel zu einer Milliarden-Spende von Impfstoff für ärmere Länder verpflichten. Für den Klimaschutz schwebt dem britischen Premierminister Boris Johnson ein "Marshallplan" für die Dekarbonisierung der Wirtschaft vor.

Die Staats- und Regierungschefs würden voraussichtlich ankündigen, "dass sie der Welt mindestens eine Milliarde Impfdosen gegen das Coronavirus zur Verfügung stellt", erklärte die britische Regierung. Laut Premier Johnson will London 100 Millionen Dosen dazu beisteuern. "Als Ergebnis des erfolgreichen britischen Impfstoffprogramms sind wir nun in der Lage, einige unserer überschüssigen Dosen mit denen zu teilen, die sie benötigen", sagte er.

Quelle: ntv.de, fni/rts

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