Politik

Prozess wegen DrogenterrorismusMaduro nach Festnahme in New York angekommen

04.01.2026, 00:45 Uhr
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Einer der Hubschrauber, mit denen Maduro und seine Frau Cilia Flores in New York angekommen sind. (Foto: REUTERS)

Trump wirft Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern. Bei einem US-Militäreinsatz wird Maduro und seine Ehefrau festgenommen. Wenige Stunden später landet er in New York. Dort soll der entmachtete Staatschef angeklagt werden.

Der bei einem US-Angriff in Venezuela gefangen genommene Staatschef Nicolás Maduro ist in den USA eingetroffen. Maduro wurde am Stewart-Flughafen nördlich von New York aus einem Flugzeug eskortiert. In den USA soll ihm wegen "Verschwörung zum Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

Maduro und seine Frau werden laut einer mit den Sicherheitsplänen vertrauten Quelle per Hubschrauber nach Manhattan geflogen. Von dort wird Maduro zum New Yorker Hauptsitz der US-Drogenbekämpfungsbehörde (DEA) gebracht, berichtet die "New York Times". Anschließend erfolgt ein weiterer Hubschrauberflug nach Brooklyn, von wo aus er in das Metropolitan Detention Center eingeliefert wird. Dort soll Maduro inhaftiert werden.

Ein vom Weißen Haus auf der Plattform X verbreitetes Video zeigt, wie Maduro in Handschellen und umrahmt von Beamten der US-Drogenpolizei DEA in einem Gang des Gebäudes abgeführt wird. US-Medienberichten zufolge soll er für die Zeit seiner Untersuchungshaft im Stadtteil Brooklyn im Metropolitan Detention Center untergebracht werden, einer Haftanstalt der Bundesbehörden.

Bei einem groß angelegten Militäreinsatz hatten die USA in der Nacht zum Samstag Ziele in Venezuela angegriffen und Maduro und dessen Frau gefangen genommen. Die USA wollen die Führung des südamerikanischen Landes nach den Worten von Präsident Trump zunächst selbst übernehmen.

Trump hatte Venezuela in den vergangenen Monaten immer wieder vorgeworfen, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Die venezolanische Regierung warf den USA dagegen vor, es auf die riesigen Ölreserven des Landes abgesehen zu haben.

Trump kündigte bei seiner Pressekonferenz am Samstag an, US-Ölunternehmen würden nun in Venezuela aktiv werden, um "anzufangen, Geld für das Land zu machen". Sie würden "Milliarden von Dollar" in dem südamerikanischen Land investieren und die Infrastruktur wieder aufbauen, um das Ölgeschäft anzukurbeln.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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