Politik

1000 Euro "Starthilfe"Mehr Asylbewerber kehrten 2025 freiwillig in ihre Heimatländer zurück

02.02.2026, 03:49 Uhr
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Ein-Mitarbeiter-vom-BAMF-Bundesamt-fuer-Migration-und-Fluechtlinge-steht-im-Flughafen-Hannover-vor-Afghaninnen-und-Afghanen-aus-den-Bundesaufnahmeprogrammen
Bei Anträgen für das sogenannte "REAG-GARP-Programm" kommt es laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge teils zu Wartezeiten. (Foto: picture alliance/dpa)

Wer als Asylbewerber Deutschland freiwillig verlässt, erhält finanzielle Unterstützung vom deutschen Staat. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge spricht von "großem Interesse". Zwei Herkunftsländer stechen in der Bilanz 2025 besonders hervor.

Die Zahl der Asylbewerberinnen und -bewerber, die mit finanzieller Hilfe aus Deutschland freiwillig in ihre Heimat zurückkehren, ist im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Insgesamt 16.576 Menschen nutzten 2025 ein entsprechendes Förderprogramm des Bundes, teilte eine Sprecherin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) auf Anfrage der Zeitungen der Funke Mediengruppe mit. In den beiden Vorjahren hatten die Zahlen bei rund 10.400 (2024) beziehungsweise 10.800 (2023) gelegen.

Die wichtigsten Zielländer waren 2025 Syrien und die Türkei. Ein Grund für den Anstieg sei, dass das Bundesamt seit Januar 2025 die geförderte Ausreise nach Syrien wieder anbietet. Das Programm war wegen des dortigen Bürgerkriegs ausgesetzt worden. Bis Ende Dezember 2025 reisten 3678 Menschen dorthin aus. Im Rahmen des "REAG-GARP-Programms" übernimmt der Bund unter anderem Flugkosten und zahlt eine sogenannte "Starthilfe" von 1000 Euro pro Erwachsenem sowie 500 Euro für Kinder.

Eine Sprecherin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge sprach von einem "großen Interesse" an dem Programm für Syrien, was zu längeren Wartezeiten bei der Bearbeitung führe. Weitere 4432 Personen reisten 2025 in die Türkei aus, 1334 nach Russland. Von den rund 16.000 freiwillig Ausgereisten waren laut Bamf 6394 ausreisepflichtig. 7302 Menschen hatten eine Aufenthaltsgestattung, die zum Aufenthalt für die Dauer des Asylverfahrens berechtigt. 2787 Personen verfügten über eine befristete Aufenthaltserlaubnis.

Nicht statistisch erfasst wird die Zahl derer, die über Programme der Bundesländer oder in Eigeninitiative zurückreisen.

Quelle: ntv.de, bho/rts

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