Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Mehrheit glaubt, dass Bürgergeld Arbeitslose besserstellt als Geringverdiener

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Nur 38 Prozent der Deutschen glauben, dass Geringverdiener bessergestellt sind als Bezieher des geplanten Bürgergelds.

(Foto: imago/ecomedia/robert fishman)

Nach mehreren Wochen der öffentlichen Debatte um Höhe und Konditionen für das Bürgergeld haben sich viele Deutsche ihre Meinung gebildet: Die meisten Bürger schätzen, dass Arbeitslose nach den jetzigen Plänen bessergestellt wären als Geringverdiener.

54 Prozent der Bundesbürger glauben, dass durch das geplante Bürgergeld, das Hartz IV ablösen soll, Arbeitslose bessergestellt werden als Erwerbstätige mit geringem Einkommen. 38 Prozent der Befragten im aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer glauben das nicht. Nur unter den Anhängern von SPD und Grünen geht eine Mehrheit davon aus, dass Arbeitslose durch das künftige Bürgergeld nicht bessergestellt werden als Erwerbstätige mit geringem Einkommen.

Mit 55 Prozent schätzt eine Mehrheit der Bundesbürger, es komme häufig vor, dass jemand Arbeitslosengeld bezieht, obwohl er arbeiten könnte. 42 Prozent - mehrheitlich wiederum die Anhänger von SPD und Grünen - halten das für Einzelfälle.

40 Prozent der Bundesbürger halten die Abschaffung von Hartz IV und die Einführung des Bürgergelds für ein wichtiges Vorhaben. Eine Mehrheit von 58 Prozent erachtet diese Frage allerdings für nicht so wichtig beziehungsweise für unwichtig. Auch von den SPD-Anhängern hält nur eine knappe Mehrheit von 55 Prozent die Abschaffung von Hartz IV für wichtig, 43 Prozent aber nicht.

Unter den SPD-Abwanderern, also den SPD-Wählern bei der vergangenen Bundestagswahl, die die Partei derzeit nicht mehr wählen würden, halten nur 39 Prozent die Abschaffung von Hartz IV für ein wichtiges Vorhaben, 60 Prozent hingegen nicht.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland am 11. und 14. November 2022 erhoben. Datenbasis: 1001 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Weitere Informationen zu Forsa hier.
Forsa-Umfragen im Auftrag von RTL Deutschland.

Quelle: ntv.de, fni

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