Politik

Scharfe Kritik an Raketentest Merkel: "Nordkorea provoziert" den Westen

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Kim Jong Un provoziert mit einem erneuten Raketentest den Westen.

(Foto: AP AP)

Das Regime in Pjöngjang testet erneut eine Interkontinentalrakete. US-Präsident Trump sieht dadurch Nordkoreas eigene Sicherheit gefährdet. Japan, Deutschland und Frankreich verurteilen den Test. Südkorea reagiert darüber hinaus mit eigenen Manövern.

Der jüngste Raketentest Nordkoreas stößt international auf scharfe Kritik: Bundeskanzlerin Angela Merkel warf Pjöngjang vor, die internationale Sicherheit zu bedrohen. Regierungssprecher Steffen Seibert sprach von "Nordkoreas neuester Provokation". Es sei nun "wichtiger denn je, gegen die Bedrohung der internationalen Sicherheit durch Pjöngjang zusammenzustehen". Merkel verurteile das Vorgehen Nordkoreas scharf.

US-Präsident Donald Trump und der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe warnten die nordkoreanische Führung derweil, durch die anhaltenden Raketentests die eigene Sicherheit aufs Spiel zu setzen. Nach einem Telefonat veröffentlichten die beiden Politiker eine gemeinsame Erklärung. Darin heißt es: "Die Provokationen des nordkoreanischen Regimes untergraben seine eigene Sicherheit und treiben seine Isolation in der internationalen Gemeinschaft voran."

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verurteilte den jüngsten Raketentest Nordkoreas als "unverantwortlich". Der Test stärke "unsere Entschlossenheit, den Druck auf Pjöngjang zu erhöhen", so Macron.

Mattis: Bedrohung für jedes Land der Welt

Zuvor hatte Nordkorea erneut eine Interkontinentalrakete abgefeuert und sich damit zum wiederholten Mal über ein Verbot des UN-Sicherheitsrats hinweggesetzt.

Die Rakete ist nach Angaben von US-Verteidigungsminister James Mattis so hoch geflogen wie nie zuvor. Wegen der großen Reichweite der Rakete sei dies grundsätzlich eine Bedrohung für jedes Land der Welt. Mattis sagte, offensichtlich setze Nordkorea seine Bemühungen zum Bau einer Interkontinentalrakete fort.

Südkorea reagierte nur fünf Minuten nach dem Start der Rakete mit eigenen Manövern und schoss drei Raketen für Zielübungen ins Meer ab. Südkoreas Präsident Moon Jae In rief in Seoul seinen Sicherheitsrat zu einer Krisensitzung zusammen.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP/dpa

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