Politik

Wahlkampf geht weiter Merkel: Terrorismus kann uns nicht besiegen

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(Foto: REUTERS)

Kanzlerin Merkel reagiert erschüttert auf die Terrorattacken in Spanien. Einschüchtern lasse sich die freie Welt davon nicht. Gerade deswegen wird der Wahlkampf auch nicht ausgesetzt. Unklar ist derweil weiter, ob Deutsche unter den Opfern sind.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit Entsetzen und Trauer auf die Terroranschläge in Spanien reagiert. Menschen seien "auf brutale Weise an einem schönen Sommertag, wahrscheinlich in ihren Ferien, aus dem Leben gerissen" worden, sagte sie. Die mörderischen Anschläge zeigten die "vollständige Menschenverachtung des IS". Merkel sprach den Opfern und Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Das Auswärtige Amt versucht derweil weiter zu klären, in welcher Art und Weise auch Deutsche betroffen sind.

"Der Terrorismus kann uns bittere Stunden bereiten, besiegen kann er uns nie", sagte die CDU-Chefin weiter. "Diesen Mördern werden wir nicht gestatten, uns von unserem Weg des Lebens abzubringen."

Bereits am Vorabend hatte die Kanzlerin der spanischen Regierung ihre Anteilnahme und die der gesamten Bundesregierung ausgesprochen. Am Morgen telefonierte sie dann mit dem Ministerpräsidenten Mariano Rajoy.

Derweil haben die Parteien Merkel zufolge entschieden, den Wahlkampf zur anstehenden Bundestagswahl fortzusetzen. "Denn die Wochen davor sind auch eine Feier der Demokratie und unserer Freiheit. Terroristen werden das nie verstehen." Allerdings werde bei den Auftritten auf laute Musik verzichtet. Zudem soll es Gedenkminuten geben.

Ähnlich hatte sich zuvor SPD-Herausforderer Martin Schulz geäußert. Merkel und er seien sich "absolut einig" gewesen, dass es auch in einem Wahlkampf "über alles politisch Trennende hinaus einen gemeinsamen Willen gibt, dem Terror keinen Platz zu lassen". Alle Demokraten müssten ein "klares Signal der Geschlossenheit" aussenden, um die tolerante und offene Gesellschaft zu verteidigen. Den Angehörigen und Opfern sprach er seine Anteilnahme aus.

Quelle: n-tv.de, jwu