Politik

FDP und CDU reichen Klage ein Mietendeckel beschäftigt Verfassungsgericht

imago0095113093h.jpg

Das Berliner Mietendeckel-Gesetz ist bundesweit einmalig.

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Die Fraktionen von FDP und CDU haben gegen das Berliner Mietendeckel-Gesetz Klage eingereicht. So wolle man die Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter wieder herstellen, heißt es aus Reihen der Politiker.

Das Berliner Mietendeckel-Gesetz beschäftigt bald das Verfassungsgericht des Landes. Die Fraktionen der FDP und CDU im Berliner Abgeordnetenhaus haben nun eine Normenkontrollklage vor dem Verfassungsgerichtshof in Berlin gegen den bundesweit einmaligen Mietendeckel eingereicht.

Er gilt als eines der wichtigsten Projekte des rot-rot-grünen Senats in der laufenden Wahlperiode. "Mit der von uns eingereichten Verfassungsklage werden wir die Rechtssicherheit für Mieter und Vermieter endlich wiederherstellen", teilte Berlins FDP-Fraktionsvorsitzender Sebastian Czaja dazu mit.

"Inhaltliche Fehler"

FDP und CDU/CSU im Bundestag hatten schon am 6. Mai eine Verfassungsklage in Karlsruhe auf den Weg gebracht. Die Klage vor dem Berliner Verfassungsgerichtshof sei weitgehender als die vor dem Bundesverfassungsgericht, erklärte Czaja. Sie greife weitere Fragen zur Verfassungsmäßigkeit auf. "Darüber hinaus sehen wir inhaltliche Fehler. Das muss der Berliner Verfassungsgerichtshof klarstellen", verlangte der FDP-Fraktionschef. Unter anderem sei das Mietendeckel-Gesetz ein direkter Eingriff in die Vertragsfreiheit.

Der auf fünf Jahre befristete Mietendeckel, der den zuletzt starken Anstieg der Mieten in der Hauptstadt bremsen soll, gilt seit dem 23. Februar. Seitdem sind die Mieten für 1,5 Millionen Wohnungen in Berlin auf dem Stand vom Juni 2019 eingefroren. Ab 2022 dürfen sie um bis zu 1,3 Prozent jährlich steigen.

Wird eine Wohnung wieder vermietet, muss sich der Vermieter an neue, vom Staat festgelegte Obergrenzen und die zuletzt verlangte Miete halten. Ausgenommen sind unter anderem Neubauwohnungen, die ab 2014 bezugsfertig wurden. Ab 23. November sollen Mieter überhöhte Bestandsmieten senken können.

Quelle: ntv.de, nan/dpa