Dutzenden droht die ExekutionMullahs richten Mann im Morgengrauen hin
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Rigoros geht der Iran gegen Oppositionelle vor. Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 2000 Todesurteile vollstreckt. In diesem Jahr trifft es zahlreiche Demonstranten.
Die iranische Justiz hat im Zusammenhang mit den Massenprotesten zum Jahreswechsel einen weiteren Mann hingerichtet. Wie die justiznahe Nachrichtenagentur Misan mitteilte, wurde das Todesurteil gegen Siavasch Jamschidi im Morgengrauen vollstreckt.
Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann vor, während der landesweiten Unruhen auf Polizisten geschossen zu haben. Die Auswertung von Mobilfunkdaten soll außerdem seine wiederholte Anwesenheit bei den Unruhen und seinen Einsatz der Schusswaffe bestätigt haben. Das Gericht verurteilte ihn wegen sogenannter Kriegführung gegen Gott, die Nutzung einer Schusswaffe sowie Verschwörung gegen die Sicherheit des Landes zum Tode.
Im Zusammenhang mit der Protestwelle zum Jahreswechsel sind nach Angaben von Menschenrechtlern bislang mindestens 32 Männer hingerichtet worden. Der Direktor der Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO), Mahmood Amiry-Moghaddam, erklärte auf X, mindestens 100 weiteren Demonstranten drohe die Exekution.
Die Organisation beklagte bereits Ende August, dass der Iran mehr als 500-mal die Todesstrafe in diesem Jahr vollstreckt habe. "Alle Hinrichtungen, unabhängig von den Anklagepunkten, dienen einem klaren innenpolitischen Zweck: Angst zu schüren und neue Proteste zu verhindern", sagte IHR-Direktor Mahmood Amiry-Moghaddam. "Wir sind sehr besorgt, dass sich dieser Trend in den kommenden Monaten noch verschärfen könnte."
Internationale Menschenrechtsorganisationen kritisieren seit Langem die systematische Anwendung der Todesstrafe in der Islamischen Republik Iran. Sie werfen den Behörden vor, Hinrichtungen gezielt zur Abschreckung und politischen Einschüchterung zu nutzen. Die Justiz stützt sich dabei häufig auf dehnbare Straftatbestände wie Spionage, Gefährdung der nationalen Sicherheit oder Gotteslästerung.
Laut einem Bericht von Amnesty International richtete der Iran im Jahr 2025 mindestens 2.159 Menschen hin. Dies entspricht dem höchsten gemessenen Wert seit 1981.