Politik

Lockerungen im Kreis Warendorf NRW verlängert Corona-Lockdown in Gütersloh

Eine Woche nach der Verhängung des Lockdowns über den Kreis Warendorf läuft dieser aus. Er wird in der Nacht zu Mittwoch aufgehoben, teilt NRW-Ministerpräsident Laschet mit. Im Kreis Gütersloh werden die Maßnahmen dagegen um eine Woche verlängert.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche bis zum 7. Juli eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus, wie NRW-Ministerpräsident Armin Laschet in Düsseldorf sagte.

Im Kreis Warendorf habe es keine Ausbreitung des Infektionsgeschehens bei Tönnies in die Gesamtbevölkerung gegeben, sagte der CDU-Politiker weiter. In Gütersloh gebe es einen "leichten Eintrag".

Nach dem Viren-Ausbruch im Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh hatte Nordrhein-Westfalen am vergangenen Dienstag verschärfte Maßnahmen für die beiden Kreise verkündet, zunächst befristet bis zum 30. Juni. Dazu zählten die Rückkehr zu strengeren Kontaktsperren und die Schließung bestimmter Geschäfte sowie von Schulen und Kitas. Zudem wurde eine Ausweitung von Corona-Tests verkündet.

Für den Kreis Gütersloh sprach Laschet von 14.321 Tests. Davon seien "ganz wenige Fälle" positiv. Die 7-Tage-Inzidenz betrage für den Gesamtkreis 112,6, außerhalb des Tönnies-Betriebs seien es 22,5. Im Kreis Warendorf gab es demnach 8841 Tests. Die 7-Tage-Inzidenz betrage insgesamt 22,0, in der Bevölkerung außerhalb des Schlachthofs 5,4. In Warendorf liege damit kein erhöhtes Infektionsrisiko vor.

"Die Ergebnisse stimmen zuversichtlich", sagte der Ministerpräsident. Wie die Landesregierung weiter mitteilte, werden die aktuellen Regelungen der Coronaschutzverordnung in NRW um weitere zwei Wochen bis mindestens zum 15. Juli 2020 verlängert. Dazu gehört unter anderem die Maskenpflicht für bestimmte Bereiche.

Quelle: ntv.de, mli/dpa