Politik

Unterschlagene Munition Neuer KSK-Skandal soll Konsequenzen haben

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Das KSK hat in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen gemacht, bei denen es um Extremismusfälle und verschwundene Munition ging.

(Foto: picture alliance/dpa/Bundeswehr/KSK)

Die Bundeswehr-Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) sorgt erneut für einen Skandal. Wie jetzt bekannt wird, konnte die im KSK entwendete oder unterschlagene Munition straffrei zurückgegeben werden. Eine "Amnestie", die offenbar keinerlei rechtliche Grundlage hat. Nun soll es Konsequenzen geben.

Die Bundeswehr will Konsequenzen aus neuen Unregelmäßigkeiten im Umgang mit Munition bei der Eliteeinheit Kommando Spezialkräfte (KSK) ziehen. "Die Ermittlungen des Heeres stehen kurz vor dem Abschluss", sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin auf Anfrage. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist noch am Montag oder spätestens am Dienstag mit ersten personellen Konsequenzen zu rechnen.

Neue Unregelmäßigkeiten waren im Prozess gegen einen KSK-Soldaten in Sachsen bekannt geworden, bei dem ein Waffenversteck mit entwendeter Munition und Sprengstoff entdeckt worden war. In dem Prozess war Thema, dass im vergangenen Jahr im KSK entwendete oder unterschlagene Munition straffrei zurückgegeben werden konnte. Mehrere Medien hatten über eine "Amnestie" für verschwundene Munition berichtet.

Im Militär wird eine Verantwortung des KSK-Kommandeurs, Brigadegeneral Markus Kreitmayr, untersucht. Der Offizier soll dazu umgehend gehört werden. Sein truppendienstlicher Vorgesetzter ist Generalmajor Andreas Hannemann, Kommandeur der Division Schnelle Kräfte. Öffentlich nicht geklärt ist, wann und wie das Verteidigungsministerium in dem neuen Fall informiert wurde. Das KSK hat in den vergangenen Jahren mehrfach Schlagzeilen gemacht, bei denen es um Extremismusfälle und verschwundene Munition ging.

Quelle: ntv.de, hek/dpa