Politik

"Warnung" an Südkorea Nordkorea feuert ballistische Rakete ins Meer

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In der Vergangenheit hatte Nordkorea immer wieder Raketentests durchgeführt.

(Foto: picture alliance/dpa/KCNA)

Der neue südkoreanische Präsident Yoon Suk Yeol droht im Wahlkampf mit einem Präventivschlag gegen Nordkorea. Wenige Tage vor seinem Amtsantritt feuert das Nachbarland ein ballistisches Geschoss Richtung Meer ab. Bei dem Test könne es sich um eine "Warnung" an Yoon handeln, vermuten Analysten.

Nordkorea hat nach Angaben des südkoreanischen Militärs eine ballistische Rakete abgefeuert. Das Geschoss sei in Richtung des Japanischen Meers (koreanisch: Ostmeer) östlich der koreanischen Halbinsel abgefeuert worden, teilte der Generalstabschef in Seoul mit. Auch die japanische Küstenwache erklärte, Nordkorea habe "möglicherweise eine ballistische Rakete" gestartet.

Der jüngste Raketentest erfolgte nur wenige Tage vor dem Amtsantritt des neuen südkoreanischen Präsidenten Yoon Suk Yeol, der eine härtere Gangart gegenüber dem Norden angekündigt hat. Im Wahlkampf hatte er mit einem Präventivschlag gegen Nordkorea gedroht. Zudem wird US-Präsident Joe Biden Südkorea diesen Monat einen Besuch abstatten. Analysten zufolge könnte es sich um eine "Warnung" an Yoon handeln.

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Trotz jahrelanger Bemühungen der USA um eine Deeskalation des Konflikts hatte Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un jüngst einen Ausbau seines Atomwaffenarsenals angekündigt. Kim hatte zudem gewarnt, er könne seine Atomstreitkräfte "präventiv" einsetzen, um feindliche Kräfte abzuwehren und so die "Sicherheit unseres Landes" zu garantieren.

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test mit solchen Raketen, die einen Atomsprengkopf tragen können. In den vergangenen Monaten hatte Nordkorea mehrfach Raketentests vorgenommen und dabei auch eine Interkontinentalrakete gestartet. Pjöngjang treibt seit Jahren die Entwicklung von Raketen voran, die mit Atomsprengköpfen ausgerüstet werden könnten. Nordkorea ist deswegen harten internationalen Sanktionen unterworfen.

Quelle: ntv.de, mbu/dpa/AFP

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