Politik

Kim baut Marine ausNordkorea testet Marschflugkörper von U-Booten aus

15.10.2026, 05:46 Uhr
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Bilder der KCNA sollen den Test zeigen. (Foto: via REUTERS)

Wenige Tage nach einem Test von ballistischen Raketen meldet Nordkorea den nächsten Abschuss. Diesmal sollen zwei strategische Geschosse von U-Booten abgefeuert worden sein. Währenddessen rückt Kims Tochter stärker in den Fokus der Öffentlichkeit.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erneut Raketen getestet. Die Raketenbehörde des Landes habe am Mittwoch zwei Arten von strategischen Marschflugkörpern abgefeuert, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur KCNA . Bei den beiden Typen handelte es sich demnach um Geschosse, die von U-Booten gestartet werden. Der Test habe keine "nachteiligen Auswirkungen auf die Sicherheit der Nachbarländer" gehabt, hieß es.

Mit dem Test sollten laut KCNA die Einsatzbereitschaft der Unterwasser-Kampfsysteme überprüft, die Marine geschult und die Fähigkeit von Mitteln zur Kriegsabschreckung demonstriert werden. Nordkorea hat seine Marine deutlich ausgebaut. Anfang September stellte das Land seinen zweiten modernen Zerstörer "Kang Kon" in den Dienst.

In den vergangenen Wochen hatte die Volksrepublik immer wieder Raketentests durchgeführt. Am Montag hatte das Land nach eigenen Angaben eine taktische ballistische Rakete getestet. Japan und Südkorea sprachen von mehreren Geschossen, die demnach aus dem Gebiet um die Hauptstadt Pjöngjang abgefeuert wurden und rund 900 Kilometer in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) flogen. UN-Beschlüsse untersagen es Nordkorea eigentlich, ballistische Raketen jeglicher Reichweite zu starten. Abhängig von der Bauart können solche Geschosse auch mit einem Atomsprengkopf ausgerüstet werden. 

Kim nimmt Tochter mit zu Auftritt

Zuletzt hatte Machthaber Kim Jong Un ein Museum für nationale Verteidigungsrevolution eingeweiht. Wie Fotos zeigten, war auch Kims Tochter mit dabei. Der südkoreanische Geheimdienst NIS stuft sie als seine politische Nachfolgerin ein. Zuletzt trat sie immer wieder bei offiziellen Terminen mit ihrem Vater auf. 

Weitere Aufnahmen des Museums zeigten verschiedene dort ausgestellte Raketentypen. Laut Südkoreas amtlicher Nachrichtenagentur Yonhap befand sich darunter auch die "Hwasong 20"-Interkontinentalrakete, bei der davon ausgegangen wird, dass sie das US-Festland erreichen könnte.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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