Politik

Wer soll neuer CDU-Chef werden? Nur knapp jeder Fünfte für Friedrich Merz

Selbst unter den CDU-Anhängern hält fast ein Viertel der Deutschen keinen der aktuell diskutierten Kandidaten für einen geeigneten Parteivorsitzenden. Nur der Plan eines Mitgliederentscheids stößt auf breite Zustimmung.

Beim Rennen um das Amt des CDU-Vorsitzenden liegen in der Bewertung der Deutschen zwei Kandidaten vorn, die sich schon einmal um den Posten beworben haben: Friedrich Merz und Norbert Röttgen. Auf die Frage, wer am besten für den CDU-Vorsitz geeignet sei, nannten in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für das RTL/ntv-Trendbarometer 19 Prozent Merz und 17 Prozent Röttgen.

10 Prozent sprachen sich für Jens Spahn aus, 9 Prozent für Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus und 6 Prozent für den CDU-Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann. Allerdings entschieden sich 39 Prozent der Befragten für die sechste Antwortmöglichkeit: "keinen davon, weiß nicht".

Unterstützung für Merz kam mit 43 Prozent überdurchschnittlich häufig von Personen, die sich in ihrer politischen Selbsteinschätzung eher dem "rechten" Spektrum zuordnen. Unter den AfD-Wählern kommt Merz in dieser Frage auf 41 Prozent. In beiden Gruppen sind alle anderen potenziellen Bewerber einstellig. Unter den über 60-Jährigen ist die Zustimmung für Merz mit 24 Prozent doppelt so hoch wie bei den unter 30-Jährigen, von denen ihn nur 12 Prozent für geeignet halten.

Mehrheit für Mitgliederentscheid

Für die Hälfte der Jungwähler unter 30 (51 Prozent) ist generell keiner der genannten Kandidaten für den CDU-Vorsitz geeignet. Bei den Über-60-Jährigen geben nur 25 Prozent diese Antwort.

Unter den Wählern der CDU liegt Merz mit 29 Prozent knapp vor Röttgen mit 24 Prozent. In dieser Gruppe entfallen auf Spahn 7 Prozent, auf Brinkhaus 8 und auf Linnemann 9. Fast ein Viertel der CDU-Wähler (23 Prozent) hält keinen der genannten Kandidaten für einen geeigneten Parteivorsitzenden.

Die große Mehrheit der Befragten (59 Prozent) findet, dass die CDU den neuen Parteivorsitzenden durch einen Mitgliederentscheid wählen sollte. 25 Prozent meinen, der neue CDU-Vorsitzende solle wie bisher durch einen Parteitag gewählt werden. Von den CDU-Wählern sprechen sich 58 Prozent für eine Wahl des neuen Parteivorsitzenden per Mitgliederentscheid und 33 Prozent für eine Wahl durch einen Parteitag aus.

Die Daten wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland vom 28. bis 29. Oktober 2021 erhoben. Datenbasis: 1000 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.

Quelle: ntv.de, hvo

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